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Kanalsanierung brachte Geko keinen Erfolg

SCHWERTE Auf keiner Welle des geschäftlichen Erfolges konnte die Firma Geko mit dem Thema Kanalsanierung schwimmen. Zum 1. August hat Geschäftsführer Rolf Rehling das Ingenieurbüro geschlossen, das Hausbesitzern seit Mai 2003 bei der Grundstücks-Entwässerung beratend zur Seite stehen wollte.

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"Wir haben im falschen Moment aufs falsche Pferd gesetzt", bedauert Rehling. Dabei klang die Firmenidee vielversprechend. Denn eigentlich sollten schon bis Ende 2005 die Abflussleitungen aller Gebäude bis zum Baujahr 1965 auf ihre Dichtigkeit hin geprüft werden. Der Rest sollte bis 2015 folgen.

Verordnung nur schleppend umgesetzt

Doch die Landesverordnung, mit der NRW eine Vorreiterrolle in ganz Deutschland übernommen hatte, wurde nur schleppend umgesetzt. "Das Problem ist, dass es keine Kontrollen und keine Restriktionen gibt", verdeutlicht Rehling. Dazu komme die Konkurrenz von Billigangeboten. "Scharlatane gehen durchs Gelände", ärgert sich sich der frühere Tiefbauamtsleiter über Lockangebote für Kanaluntersuchungen. Das böse Erwachen komme, wenn anschließend eine überteuerte Rechnung für die Sanierung folge.

Zuschuss floss nicht

Anhörungen im Landtag und zuletzt das "Modell Schwerte" ließen Rehling immer wieder hoffen. Doch auch dieses Projekt, bei dem gemeinsam mit Stadtentwässerung und Stadtwerken alle Ver- und Entsorgungsleitungen saniert werden sollten, kam bislang nicht zum Tragen. Zwar waren vier oder fünf Teststraßen in Westhofen bereits ausgesucht, doch der erwartete Zuschuss aus Düsseldorf wollte einfach nicht fließen.

"Als kleines Büro kann man diese Zeit nicht überstehen", musste Rehling die Büroetage unter dem Dach des alten Stadtwerke-Hauses räumen. Alle Rechnungen und Gehälter seien bezahlt, die Mitarbeiter hätten schon alle eine neue Beschäftigung. "Und ich hoffe auch, dass ich im Bereich des Bauwesens wieder einen Job bekomme", ist sich der 56-Jährige für den Ruhestand noch zu jung. rs

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