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Marktschänke oder Anbau

SCHWERTE Ein gläserner Anbau an St. Viktor oder vielleicht ein Umbau der Alten Marktschänke? Für das künftige Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde sind noch alle Karten offen.

Marktschänke oder Anbau

Als weniger geeignet für den Umbau zum künftigen Gemeindezentrum betrachtet die Evangelische Landeskirche die Alte Marktschänke.

„Die Planungen gehen dahin, dass man an St. Viktor bleibt“, kennt Uwe Tanne, der Architekt des Kirchenkreises Iserlohn, zumindest bereits eine Richtung.  Im Gegenzug zum Verkauf der „Sputnik-Gemeindehäuser“ in den Bezirken sei aber eine „vernünftige Sache“ geboten, die auch noch im Jahre 2030 Bestand haben kann: „Das muss eine Kirche mit Zukunft sein und kein Schnellschuss.“Nicht nur Theologische Ansprüche Nicht nur theologischen, sondern auch gestalterischen und künstlerischen Ansprüchen muss das neue Gemeindezentrum genügen, zählt der Architekt auf: „Die Kirchengemeinde soll sich darin richtig repräsentieren.“ Und natürlich müsse das Gebäude in das historische Stadtbild hineinpassen. Skeptisch ist zumindest die Evangelische Landeskirche, wenn für diese Ziele die Alte Marktschänke in den Blick genommen wird. Von einer „Katze im Sack“, so Tanne, habe die landeskirchliche Bauberatung gesprochen, die bei Vorhaben dieser Größenordnung beteiligt werden muss. Kleinteiliger Grundriss störend Neben der Deckenhöhe von nur 2,20 bis 2,30 Meter störe auch der kleinteilige Grundriss: „Mit solchen Räumen können wir nichts anfangen.“ Denn das Raumprogramm erfordere auch größere Einheiten, etwa für Proben von Musikern, Ausstellungen oder Konfirmationsunterricht. Kleinere Büros entständen ja bereits bei der Umgestaltung des Calvinhauses. Bei einer Besichtigung musste Tanne darüber hinaus feststellen, dass die Balkenlage im Keller angegriffen sei. Weil das Gebäude zudem komplett unter Denkmalschutz steht, denkt der Architekt: „Die Kirchengemeinde wird sich noch dreimal überlegen, ob sie das Haus kauft.“ Gläserner Baukörper als Alternative Als Alternative werde ein Anbau an die Viktorkirche für möglich gehalten, weiß Tanne. Als sich öffnender Glaskörper könnte er an die Seite gesetzt werden, die an die Marktschänke grenzt. Die andere Kirchenseite ist schon allein deshalb schwieriger zu bebauen, weil es sich um altes Friedhofsgelände handelt. Den Stein der Weisen erhofft sich Tanne von einem Architektenwettbewerb, bei dem er gern auch Vertreter aus dem Rathaus in die Jury holen würde. Vorab müssten allerdings noch Gespräche mit der Stadt und der Landeskirche geführt werden. Dabei ist auch zu klären, ob der städtische Toilettenanbau an der Marktschänke in die Planungen mit einbezogen werden kann.

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