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Mehr Politik für Ältere

SCHWERTE Weniger Arbeitsplätze, weniger Einwohner, weniger Kaufkraft, weniger Steuern, immer ältere Bevölkerung. Die demografische Schraube dreht sich rasant.

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Mehr Politik für Ältere

Der Demographie-Ausschuss tagte im Gebäude der Stadtwerke: Baudezernent Herbert Kluge, Dr. Andreas Hollstein, Margitta Hunsmann (Grüne) und Vorsitzender Marco Kordt.

Und am schnellsten in der Nachbarstadt Altena. „Wir sind die Stadt mit dem prozentual höchsten Bevölkerungsverlust bundesweit“, räumt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein unumwunden ein. Vor dem Demographie-Ausschuss referierte er aber nicht nur über die Probleme, sondern auch über die Lösungsansätze, die man in der Nachbarstadt gefunden hat. Und die reichen von gemeinsamen Gewerbegebieten mit Nachbarstädten über Selbsthilfe bis zur Erkenntnis, dass Kinder- und Jugendpolitik nur dort Sinn macht, wo es Kinder und Jugendliche gibt. „Wir brauchen eine Stadt für alle Generationen.“ Zu lange hätten sich die Kommunen ausschließlich der Anwerbung junger Familien verschrieben. Die würden aber immer weniger.

"Das Altersbild hat sich geändert"

So forderte Hollstein provokativ mehr Engagement für die Generation 70 plus. „Denn das Altersbild hat sich geändert“, erklärte er. Die Alten an sich würden immer jünger. Deshalb seien sie auch eine Zielgruppe. „So lange wir in Frieden leben, wird sich das Problem der Altersarmut trotz der demografischen Entwicklung nicht erheblich verschlimmern“, glaubt Hollstein mit Blick auf die immer größer werdende Erbmasse. Ein wichtiger Punkt der Strategie ist aber auch bürgerschaftliches Engagement. Selbst Straßen haben Bürger mangels Mittel in der Stadtkasse selber gepflastert. Unter Anleitung. Das funktioniere aber nicht über Freiwilligenbörsen, zu denen man hingeht, sondern man müsse gezielt auf die Leute zugehen und sie zur Mitarbeit auffordern.

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