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Wohnmobilfreunde machen sich für Stellplatz in Schwerte stark

Platz für Wohnmobile am ehemaligen Freizeitbad

Schwerte . Schwerte braucht einen Wohnmobilstellplatz. Das meint die Interessengemeinschaft Wohnmobilstellplatz. Die Schwerter Campingfreunde haben eine Idee, die die Stadt nur wenig kosten würde.

Platz für Wohnmobile am ehemaligen Freizeitbad

Die Interessengemeinschaft Wohnmobilstellplatz traf sich am Parkplatz des ehemaligen FAB (Freizeit Allwetterbad) mit Ulrike Schulte von der Stadtverwaltung und dem Tourismusbeauftragten Uwe Fuhrmann (Mitte) Foto: Bernd Paulitschke

Campen ist ein Trend-Hobby. Das belegen Zahlen des Caravaning Industrieverbandes (CIVD). In dieser Saison gab es bislang 22.996 Ganzjahres-Neuzulassungen (+16,3 Prozent) und 6028 Saison-Zulassungen (+20,9 Prozent). Angebote wie der Wohnmobilhafen Bergkamen oder der Wohnmobilstellplatz in Dortmund-Wischlingen haben sich zu Erfolgsmodellen entwickelt. „Nur Schwerte hat noch kein entsprechendes Angebot“, bedauert Hans Witt (63), Sprecher der Interessengemeinschaft Wohnmobilstellplatz Schwerte.

Einfache Lösung gefordert

Deshalb werben die Schwerter Camper seit Jahren für die Umwidmung eines Stellplatzes auch in der Ruhrstadt, „die ja touristisch immer interessanter wird“, sagt Witt. Während es in Dortmund und Bergkamen aufwendig gebaute Anlagen mit Strom- und Wasserversorgung sowie Sanitär-Anlagen gibt, wünscht sich die Schwerter Interessengemeinschaft für den Anfang eine wesentlich einfachere Lösung. Und sie wissen auch schon wo.

Jahrestreffen am 1. April

Auf ihrem 3. Jahrestreffen am vergangenen Samstag machten sie wieder Werbung, das Campen auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Freizeit-Allwetter-Bad (FAB) zu erlauben. „Dafür braucht man nur ein Schild mit dem Caravan-Logo“, sagt Hans Witt und lockt die Stadt vor allem mit den niedrigen Kosten so einer Umwidmung.

Die Interessengemeinschaft hat den Parkplatz bereits im Internet auf einem Camper-Portal als Ziel in Schwerte bekannt gemacht. Zahlen, wie viele Camper diesen Parkplatz bereits genutzt haben, gibt es allerdings nicht.

Für eine Nacht schon erlaubt

Das Übernachten in einem Wohnmobil auf öffentlichen Parkplätzen ist in Deutschland jeweils für eine Nacht erlaubt. Ohne Versorgung mit Strom oder Wasser kann ein Caravan laut Witt drei Tage an einer Stelle stehen. Das würde der Interessengemeinschaft für den Anfang reichen. „Der Reiz des Caravanings ist das eigenständige und spontane Erschließen selbst gewählter Reiseziele“, sagt Witt. Dafür würde der Platz am FAB ausreichen.

Als Vertreterin des Liegenschaftsamtes nahm Ulrike Schulte an dem Jahrestreffen teil. Die Stadt unterstützt die Idee eines Stellplatzes, ergab eine Nachfrage dieser Zeitung. Es gibt aber Hürden. So gehört der Parkplatz zum Sondervermögen Bäder Schwerte. Da das FAB-Grundstück vermarktet wird, kann die Stadt den Stellplatz höchstens vorübergehend für Wohnmobile freigeben. Außerdem fehlen dem Platz Licht, ein Mülleimer und eine Beschilderung. Wenn es aus Richtung des Sondervermögens grünes Licht gibt, kann die Umwidmung beginnen. Laut Interessengemeinschaft könnten dann dort bis zu acht Wohnmobile stehen.

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