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In finnischer Partnerstadt

Polizei versteigerte Bärenfell auf dem Marktplatz

SCHWERTE/LEPPÄVIRTA Die Polizei hat auf dem Marktplatz einen toten Bären versteigert. Nein, keine Sorge: nicht in Schwerte. Sondern in der finnischen Partnerstadt Leppävirta. Eine Geschichte von einem Bären, einem Unfall, 30 Jägern und einer kuriosen Auktion.

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Der schwer verletzte Bär wurde von seinen Leiden erlöst - und anschließend öffentlicht versteigert.

Das Auto nach dem Zusammenstoß mit dem Bären.

Der Bär ist Staatseigentum: Die Polizei verkaufte sein Fleisch und Fell auf einer Auktion auf dem Marktplatz in Leppävirta.

Karhu - ein Bär! Mehr konnte Timo Saarella aus Leppävirta nicht denken, als etwas Dunkles gegen das Auto prallte und auf die Motorhaube flog. Die Nachricht vom Bärenunfall in der finnischen Partnerstadt drang bis nach Schwerte vor: Hier hörte man gespannt, was nach dem Zusammenstoß mit dem Tier passierte. Fahrer und Beifahrerin kamen bei der gefährlichen Situation mit dem Schrecken und einem zerstörten Auto davon. Kurz vor Mitternacht war der Fahrer mit seiner Frau auf dem Weg nach Hause, als der Bär aus dem Gebüsch auf die Straße stürmte. Es war ein Glück, dass es gefroren hatte und glatt war. So war der Fahrer nur mit 70 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer unterwegs.

Der Bär traf auf das Auto von der Beifahrerseite her. Sein Hinterkopf und sein Fuß durchbohrten das Fahrtlicht und richteten beträchtlichen Schaden im Motorraum an. Die Beteiligten sahen sofort, dass das Tier verletzt war, als es in den Wald abzog. Der Fahrer rief direkt die Polizei an, die riet, bis zu ihrem Erscheinen im Auto zu warten. Angesichts des Schadens am Auto hätten Nachbarn gleich angeboten, dass Timo Saarella vorerst ihr Fahrzeug nutzen könne, um damit zur Arbeit zu kommen.

Am nächsten Morgen folgten die örtlichen Jäger den Spuren des verletzten Bären, der sich auf drei Beinen fortbewegte – das vierte war beim Unfall gebrochen. Die Jäger beendeten das Leiden des Tieres. An der Bärenjagd beteiligten sich 30 Jäger und zwei Polizisten. Eine gute Stunde später war der Bär schon „umgedreht“ – auf links gezogen.

Weil der Bär in Finnland als Staatseigentum gilt, verkaufte die Polizei sein Fleisch und Fell auf einer Auktion auf dem Marktplatz in Leppävirta. Drei bis sechs Bären, so heißt es in der Wildschutzvereinigung Leppävirta/Varkaus, gebe es in der Region. Die Tiere hätten sich in den vergangenen Jahren vermehrt. Sie kommen aus den umliegenden Gegenden und aus Mittelfinnland. Normalerweise weicht der Bär dem Menschen aus. Gefährlich sind Bären nur, wenn sie Junge haben.

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Der schwer verletzte Bär wurde von seinen Leiden erlöst - und anschließend öffentlicht versteigert.

Das Auto nach dem Zusammenstoß mit dem Bären.

Der Bär ist Staatseigentum: Die Polizei verkaufte sein Fleisch und Fell auf einer Auktion auf dem Marktplatz in Leppävirta.

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