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Polizisten schlossen die Wache zu

SCHWERTE Keine Polizisten weit und breit. Vor verschlossenen Türen standen am Sonntagnachmittag Ratsuchende an der Wache in der Hagener Straße. Statt eines Beamten blickte ihnen ein mit Tesafilm angeklebter Zettel entgegen. „Wache zur Zeit nicht besetzt“ war darauf mit drei Ausrufezeichen zu lesen.

Polizisten schlossen die Wache zu

Einen Zettel "Wache zur Zeit nicht besetzt" klebten Polizisten am Sonntag wegen Personalmangels an die Tür.

„Es ist nicht die Absicht der Kreispolizeibehörde, die Wache Schwerte wegen Personalmangels temporär zu schließen“, widerspricht Polizeipressesprecher Martin Volkmer allen Vermutungen, die Maßnahme könne ein erster Schritt zu einem generellen Rückzug aus dem Stützpunkt sein: „Wir haben in Schwerte eine Wache, die 24 Stunden besetzt und rund um die Uhr erreichbar ist.“

Polizei soll jederzeit anzutreffen sein

Dort solle der Bürger jederzeit Polizeibeamte antreffen können. Für diese Aufgabe sei man auch personell eingerichtet, erklärt Volkmer. Als Mindestbesetzung an einsatzschwachen Zeiten – wie im sonntäglichen Spätdienst – seien mindestens ein Wachhabender und eine zweiköpfige Streifenwagen-Besatzung vorgesehen.

Ein bedauerlicher Fehler

Die vorübergehende Schließung der polizeilichen Anlaufstelle in der Hagener Straße am Sonntagnachmittag bezeichnet Volkmer als „bedauerlichen Fehler der Kollegen der Wache Schwerte“. Diese hätten Ersatz anfordern müssen, als sich kurzfristig ihr dritter Schicht-Kollege krank gemeldet habe. Dann wäre – wie schon in mehreren Fällen geschehen – Unterstützung aus Unna geschickt oder notfalls ein anderer Schwerter Kollege aus dem freien Sonntag zum Dienst geholt worden. Stattdessen mussten die beiden allein diensthabenden Polizisten die Wache abschließen, als sie zu einer Unfallaufnahme zur Letmather Straße gerufen wurden. Dort war ein Motorradfahrer in einer Rechtskurve in den Graben gestürzt und hatte sich schwer verletzt.

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