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Ruhr-Hochwasser: Vorsichtige Entwarnung

SCHWERTE Vorsichtige Entwarnung an der Ruhr in Schwerte: Vermutlich wird es nicht zu der befürchteten Flutwelle kommen, die zunächst für den späten Nachmittag vorausgesagt war. Ulrich Windau vom Umweltamt in Hagen rechnet zurzeit damit, dass sich die Lage langsam beruhigen wird. In der Altstadt hatten sich die Anwohner schon mit Sandsäcken gerüstet.

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Jürgen Grewe aus der Mühlenstraße 22 bereitete sich auf die Wassermassen vor.

Vor der Mühle von Ulrich Knapp lagen Sandsäcke, die schon von der Feuerwehr bereitgestellt wurden.

4,15 Meter betrug die Höhe der Ruhr am Messpunkt in Villigst um 16.45 Uhr. Auch beim Hochwasser vor zwei Wochen erreichte sie diesen Stand. Seit ein paar Stunden sei das Wasser aber nur noch um wenige Zentimeter gestiegen. „Ich denke, der Scheitelpunkt ist erreicht“, betonte Windau.

Denn im oberen Bereich der Ruhr, in Höhe von Meschede, stagniere der Pegel ebenfalls langsam, erklärte der Experte. Außerdem ziehe das Tiefdruckgebiet mit seinen Niederschläge Richtung Westen ab.

Bereits am Mittwochmorgen stand die Gartenanlage des Vereins Die Amsel wieder unter Wasser. Die Kleingärtner im Reiche des Wassers mussten bereits in der Nacht ihr Vereinsheim verbarrikadieren, ihre Gärten und Lauben sichern.

Früher stand die Mühlenstraße regelmäßig unter Wasser. „Das kam durch die Kanäle hoch“, erklärt Grewe. Seit der Entwässerungsgraben gebaut wurde, hat sich die Situation deutlich verbessert. Auch in der vergangenen Woche behielt die Mühlenstraße trockene Füße. Doch diesmal ist alles anders.

Feuerwehr hatte Sandsäcke und Tauchpumpen geordert

„Die Pegelprognose ist steigend“, hatte Holger Vieregge von der Feuerwehr am Vormittag betont. Es sah nicht gut aus. Mit seinem Wagen hatte das Team vor dem Haus von Jürgen Grewe sein Lager aufgeschlagen. Sandsäcke waren bereits vor der alten Mühle gestapelt, dann orderte Vieregge beim Bauhof Sack- und Schubkarren, damit die Anwohner diese auch zu ihren Häusern bringen konnten. Auch Tauchpumpen wurden angefordert.

Die Stadtverwaltung hatte sich auf den Ernstfall vorbereitet. Denn niemand wusste, wie hoch die Flutwelle durch die Öffnung der Möhnetalsperre werden würde.

Gesperrt war auch der Fußweg zwischen Altstadt und Rohrmeisterei. Vorsorglich abgeschleppt wurden die Autos an der alten Tennishalle.

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Jürgen Grewe aus der Mühlenstraße 22 bereitete sich auf die Wassermassen vor.

Vor der Mühle von Ulrich Knapp lagen Sandsäcke, die schon von der Feuerwehr bereitgestellt wurden.

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