Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

«Schultheater ist eine immense Knochenarbeit»

Interview mit Gerlinde Heinrich

Anzeige

Schwerte «Für immer Ferien» heißt das Solostück, das für Gerlinde Heinrich (63) nach diesem Schuljahr auf dem Spielplan steht. Im Gespräch mit RN-Redakteur Reinhard Schmitz blickt die Mitgründerin der Schultheatertage zurück. Haben Ihre Lehrer Sie eigentlich auch schon auf die Bühne gebracht? Heinrich : Ja, beispielsweise habe ich die Prinzessin Mizzipauz in dem Märchen «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren» gespielt. Steckt dahinter ein besonderes pädagogisches Konzept? Heinrich : Als Deutschlehrerin ist mir Literatur sehr wichtig. Über theatralische Umsetzung kann man sie den Schülern sehr viel leichter näherbringen. Welches war denn Ihre schönste Aufführung? Heinrich : Das kann ich gar nicht sagen, denn ich habe sie alle geliebt. Vielleicht Lysistrata, das haben wir damals gegen den Irak-Krieg gespielt. Wurden Sie mit diesem Stück nicht sogar ins Kultusministerium eingeladen? Heinrich : Ja, 2003 nahmen wir in Düsseldorf am Festakt zum Frauentag teil. 2002 waren wir schon mit einer Eigenproduktion zum Schülertheaterfestival auf Schloss Cappenberg eingeladen. Seit wann gibt es die Schultheatertage in Schwerte? Heinrich : Seit 1993 hat die Arbeitsgemeinschaft Theater an Schwerter Schulen alle zwei Jahre Schultheatertage durchgeführt - aus eigener Kraft und Regie. Warum findet man es so selten Lehrer, die ihre Schüler auf die Bühne schicken? Heinrich : Das ist eine immense Knochenarbeit, eine zeitliche und nervliche Anstrengung. Nach der letzten Aufführung nehme ich zwei PKW-Ladungen Requisiten nach Hause - viele Waschmaschinen voll Wäsche. Wie geht es nach Ihrem Abschied an der Realschule am Bohlgarten weiter? Heinrich : Im nächsten Jahr werde ich noch einmal ehrenamtlich eine Theater-AG an der Realschule leiten.

Anzeige
Anzeige