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Shisha-Bar-Inhaber nach Zerstörung fassungslos: „Das war extrem heftig“

Einbruch

Auch drei Tage nach dem Einbruch im „Palma“ ist der Inhaber fassungslos über die Folgen: „Wäre das in der Dortmunder Nordstadt passiert, hätte ich gesagt: Okay. Aber in Schwerte?“

Schwerte

von Björn Althoff

, 26.06.2018
Shisha-Bar-Inhaber nach Zerstörung fassungslos: „Das war extrem heftig“

Davut Garan ist nach dem Einbruch in seine Shisha-Bar „Palma“ noch immer schockiert. © Bernd Paulitschke

„Es ist extrem heftig, was da passiert ist“, sagt Davut Garan. Die Zerstörung, die Unbekannte am Sonntag zwischen 1.30 und 16.45 Uhr in seiner Shisha-Bar an der Hagener Straße hinterlassen haben, lässt den Inhaber noch immer fassungslos zurück: Warum macht jemand so etwas? War das Hass? Und wenn ja: Woher könnte der gekommen sein?

Ein normaler Einbruch sei das wohl nicht gewesen, urteilte die Polizei schon kurz nach der Tat. Die komplette Inneneinrichtung ist zerstört. Den Schaden schätzte die Polizei auf mindestens 20.000 Euro. Wo sonst vor allem junge Menschen saßen und die Shishas – die Wasserpfeifen – rauchten, sei nun alles kaputt, bestätigte Garan am Dienstag: Die Theke, die Sitze und Tische, auch die teuren Spiegel, die er noch von seinen Vorgängern übernommen habe. „Es ist ja vorher mehr oder weniger ein Club gewesen“, erläutert Garan. Daher das teils exquisite Inventar, das er natürlich übernommen habe.

Viele Jahre lang war dort, wo jetzt das Schild „Palma“ hängt, die Diskothek Papillon. Noch früher gab es im 1903 erbauten Gebäude an der Hagener Straße 14 das Hotel Astoria. Seit rund anderthalb Jahren sei er nun der Inhaber der Shisha Bar, so Garan. Zuletzt habe er nur den Namen geändert.

„Wir haben alle noch das Deutschland-Spiel geguckt“

Alle WM-Spiele wollte er zeigen – darauf weisen die Facebook-Einträge der Shisha-Bar hin. Auch das Deutschland-Spiel gegen Schweden am Samstag sei gelaufen, erinnert sich Garan an den letzten „Palma“-Abend vor der Zerstörung: „Wir haben alle noch das Fußballspiel angeguckt. Danach haben wir noch eine Pfeife geraucht und noch etwas getrunken.“ Gegen 1.30 Uhr habe man dann den Laden abgeschlossen – „und noch bei einem Kollegen im Garten gesessen“.

Am Sonntag um 16.02 Uhr warb das „Palma“ auf Facebook noch für die nächsten WM-Spiele am Abend. Eine halbe Stunde später stand Garan vor der aufgebrochenen Tür. Sofort sei ihm klar gewesen: Gar nicht erst reingehen, nichts anfassen, direkt die Polizei rufen. Die sei auch schnell gekommen und habe Spuren gesichert. Große Hoffnung auf einen Ermittlungserfolg hat Garan aber nicht: „Das ist eine Shisha-Bar – da sind 1000 Fingerabdrücke überall.“

Wieso hat niemand etwas gehört?

Er hoffe, dass irgendwer die Zerstörung gehört habe. „Das muss ja eine enorme Lautstärke gewesen sein.“ Andererseits weiß der Bar-Inhaber: Im Haus gebe es nur einen Mieter. Zudem seien die Wände dick. Was gut sei, wenn es um einen Bar- und Club-Betrieb gehe. Aber in diesem Fall sehr schlecht.

Wie es nun weitergeht für Garan und die Bar? Er habe bisher schon viel Geld in das „Palma“ investiert, so der Inhaber: „Wenn die Versicherung nicht zahlt, weiß ich es nicht.“

Polizei sucht weitere Zeugen
  • Hat jemand etwas mitbekommen von dieser Zerstörung, die laut gewesen sein könnte?
  • Das will die Polizei wissen und bittet um Hinweise unter Tel. 9213320 oder 9210.