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Spaßbad wird kein Sparbad

SCHWERTE Das Wort des Abends sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses; Dirk Kienitz: „Die Entscheidung fällt am 29. August.“ Zuvor hatte sich der Finanzausschuss drei Stunden lang die Konzepte der verbliebenen drei Bewerber im Rennen um die Zukunft des FAB angehört.

Spaßbad wird kein Sparbad

Antonia und Giuliano sind begeisterte FAB-Besucher.

Eine Lösung dabei wäre schon schwierig genug, wenn man nur die Stadtkasse im Auge hätte. Denn alle Konzepte sind mit Risiken behaftet. Bei zweien muss die Kommune zudem kräftig zubuttern. 270 000 Euro nach Berechnung der Schwerter Investoren. Und beim Eigenkonzept mit zugekauftem Management bliebe man sogar auf etwa 970 000 Euro jährlich hängen. (In Letzterem ist allerdings der Betrieb des Stadtbades mit enthalten.) Doch die Ratspolitiker hatten auch die Arbeitsplätze im FAB im Blick. Und die würde nur das teuere Eigenkonzept komplett retten.

Mitarbeiter für Eigenkonzept

Kein Wunder, dass diese Konzeption bei einer Mitarbeiterversammlung im Bad am Vormittag von den Beschäftigten den Zuschlag erhielt. Auch wenn die Beschäftigten dabei finanzielle Einbußen hinnehmen müssten. Das Ansinnen, per Arbeitsvertrag Weihnachts- und Urlaubsgeld um die Hälfte zu kürzen und die Wochenarbeitsstunden von 38,5 auf 41 herauf zu setzen will, man laut Verdi-Sekretär Martin Steinmetz aber nicht unterstützen. „Da gibt es andere Einsparpotentiale“, glaubt er. Die rechtlich komplizierteste Variante hatten die Gebrüder Theune aus Köln im Gepäck: Die Stadt soll aus dem Bad eine Veranstaltungshalle bauen, die von ihnen dann samt den Saunen angemietet und als Fitnesscenter genutzt wird. Ähnliches habe man bereits mit einem Jugendstilbad in Köln gemacht.

Vorvertrag mit der Stadt

Am längsten im Rennen sind die drei Investoren Marc Schulte-Drüfel, Hendrik Schulze-Hesselmann und Andreas Schauer. Sie zeigten sich deshalb auch zuversichtlich. „Wir haben einen Vorvertrag mit der Stadt und auch alle Forderungen erfüllt“, betonte Schauer. Das Team sei schon sehr weit und habe bereits rund 50 000 Euro investiert. „Wir sind von unserem Konzept überzeugt und stehen dazu“, waren sich die drei einig. Sie wiesen darauf hin, dass das von ihnen geplante Wellnessbad auch eine touristische Sogwirkung hätte. Die Investoren rechnen mit 80 000 Tagesgästen im Jahr. Auch das geplante Tagungshotel, das Schwerte bislang fehle, könne die Attraktivität der Stadt steigern. Die Lösung aber gibt es eben erst im Rat. Bis dahin können die Fraktionen noch einmal alle Konzepte studieren 

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