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Monate nach dem Sturm liegen noch Bäume quer

Reiter verärgert über versperrte Wege in Ergste

Der Sturm Friederike im Januar ließ zahlreiche Bäume in den Wäldern in Schwerte umstürzen. Vieles ist schon geräumt. Doch ein Reitweg in Ergste ist immer noch gesperrt. Besonders ärgerlich, weil der Weg wichtig ist.

Ergste

von Heiko Mühlbauer

, 01.06.2018
Monate nach dem Sturm liegen noch Bäume quer

Durch den Sturm Friederike Anfang des Jahres sind immer noch viele Wege im Wald versperrt. So auch beim Reiterhof Müller. Tanja Knobloch setzt sich dafür ein, dass der Reitweg wieder passierbar gemacht wird.Paulitschke © Bernd Paulitschke

Wenn die Reiter der Reitanlage Müller am Silbersiepen in Ergste derzeit mit ihren Pferden ausreiten wollen, versperren ihnen Bäume den Weg. Die liegen quer über dem Reitweg, auf dem man die Anlage verlassen kann und das bereits seit Januar. Damals war der Sturm Friederike über Schwerte hinweg gezogen und hatte viele Bäume entwurzelt. Ein großer Teil der Sturmschäden wurde seitdem beseitigt. Nicht aber die umgestürzten Bäume, die den Reitweg blockieren.

Die Reiter haben sich beholfen. Sie verlassen jetzt über eine kleine Wiese, die zum Hof gehört, das Gelände der Reitanlage. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn man dort nicht einen Engpass direkt neben der B 236 passieren müsste. Die Stelle selbst ist wenige Meter breit und wird auf der einen Seite durch einen steilen Abhang, auf der andern Seite durch die B236 begrenzt, die dort keine Leitplanken hat.

LKW entlüftet Bremsen – direkt neben dem Pferd

„Neulich hat direkt neben einer Bekannten von mir, die dort mit ihrem Pferd lang geritten ist, ein LKW die Bremsen entlüftet“, erzählt Tanja Knobloch. Sie hat eine Reitbeteiligung an einem Pferd, das in der Reitanlage untergebracht ist. Das Pferd der Bekannten reagierte zum Glück nicht. „Doch das bravste Pferd kann sich erschrecken“, so die Reiterin. Neben den LKW- Bremsen seien es auch oft Motorradfahrer, die dort gerne mal den Hahn aufdrehen.

Mehrere E-Mails an den Kreis seien ins Leere gelaufen, ärgert sich die Reiterin. Beim Kreis sieht man das anders: Man habe auf die E-Mails geantwortet, außerdem sei man nicht zuständig. Der Reitweg sei nämlich kein offizieller Reitweg vom Kreis, sondern ein Privatweg, erläutert Pressesprecher Max Rolke. Und für diese Wege sei normalerweise der Landesbetrieb Wald und Holz zuständig, zumindest wenn der Waldbesitzer mit dem Forstbetrieb einen Vertrag geschlossen hat, wie viele der Schwerter Waldeigentümer. Das scheint auch so zu sein, denn der Kreis erklärte auch, dass man den Landesbetrieb mittlerweile informiert habe.

Forstamt verspricht, sich um Behebung zu kümmern

Beim landeseigenen Forstbetrieb erklärte man auf Anfrage am Mittwoch, dass man sich der Sache annehmen werde, der Bezirksförster sei bereits informiert. Der bestätigte kurz darauf per E-Mail, dass er sich um die Sache kümmern werde. Am Freitag war niemand beim Landesbetrieb für eine erneute Nachfrage zu erreichen.

Das war Sturm Friederike
  • Orkantief Friederike zog als schwerer Sturm mit Orkanböen am 18. Januar 2018 über Deutschland.
  • Es war der stärkste Sturm seit Kyrill im Jahr 2007.
  • Die Schäden nach Friederike in Schwerte waren schlimmer als bei Kyrill.