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Weniger Kriminalität - mehr Vandalismus

SCHWERTE Kaputte Blumenkübel in der City, abgebrochene Rückspiegel in in Holzen und Zerstörungswut auf dem Spielplatz. Die Berichte über Vandalismus häufen sich.

Weniger Kriminalität - mehr Vandalismus

Auch die Skater-Anlage an der Rohrmeisterei war öfters schon Opfer von Vandalismus.

Selbst vor der Amtswiese, einem von Bürgern in Eigeninitiative hergerichteten Spielplatz, machte die Zerstörungswut keinen Halt. Sogar eine Tischtennisplatte aus massivem Beton wurde zerstört, weiß Margarete Brand vom Verein Spielpark Amtswiese.  „Wir haben festgestellt, dass immer wenn in Schwerte Veranstaltungen sind, hier die Schäden zunehmen“, berichtet sie.Flächendeckendes Problem Während die Kriminalitätsrate in vielen Bereichen eher rückläufig ist, gibt es ein Delikt, das zunimmt. Sachbeschädigung. Vandalismus ist ein flächendeckendes Problem stellt der Leiter der Schwerter Polizeiwache, Walter Reintgen, fest. Die Meldungen kommen aus der ganzen Stadt. Vor allem Sachbeschädigungen an Autos werden verstärkt angezeigt, weiß Reintgen.          Dennoch gebe es immer wieder Brennpunkte, wie derzeit in Holzen, so Reintgen. Das sei meist zeitlich begrenzt. So hätten Schwerte-Ost und der Bereich Gänsewinkel in der Vergangenheit mit ähnlichen Problemen zu tun gehabt.Respekt vor der Polizei nimmt ab Ein weiterer Trend im Zusammenhang mit den überwiegend jugendlichen Tätern sei, dass der Respekt gegenüber der Polizei abnehme. „Das ist zum Teil auch erlerntes Verhalten“, glaubt der Wachenleiter. Vor allem dann, wenn jemand die Erfahrung gemacht habe, dass die Verfahren gegen ihn immer wieder eingestellt worden seien. Geballte Hilferufe kommen aus der Innenstadt, wo vor allem die Blumenkübel der Geschäftsleute den nächtlichen Vandalismus-Orgien ausgeliefert sind. „Wir wissen auch nicht mehr, was wir da machen können“, zuckt Friseurmeister Ulrich Tiedtke mit den Schultern: „Das Problem ist, dass der Polizei nachts nur ein Fahrzeug zur Verfügung steht und sie die Innenstadt deshalb nicht so beobachten kann, wie es sein müsste.“ Aus reiner Zerstörungwut sei bei seiner Nachbarin, einer Goldschmiedin, die Schaufensterscheibe eingeworfen worden. Für den Schmuck hätten sich die Täter nicht interessiert. Videoüberwachung an den Schulen Auch Jutta Götzke vom Beschwerdemanagement der Stadt weiß: „Vandalismus ist ein wichtiges Thema.“ Nicht zuletzt deshalb habe man ja die Video-Überwachung an den Schulen beschlossen. Das Ganze ist aber eine gesellschaftliche Gesamtaufgabe“, schätzt sie. Ein erster Lösungsansatz sei ja schon mit dem neuen Straßen-Sozialprojekt Quart(i)erback gemacht  

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