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Windeltonne setzt Zeichen für Familie

SCHWERTE Erst die dicken Windelpakete kaufen. Anschließend dann einen zusätzlichen Müllsack, weil der graue Behälter vor der Haustür schon überquillt; Mit einer „Windeltonne“ möchte Bürgermeister Heinrich Böckelühr jungen Eltern diese doppelte finanzielle Belastung nehmen.

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Windeltonne setzt Zeichen für Familie

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Ob sie einfach eine größere oder vielleicht auch eine zusätzliche Tonne erhalten, wird derzeit von den Fachleuten der Stadtverwaltung eingehend geprüft. Noch bis zum Herbst sollen sie eine saubere Lösung für das Windelmüll-Problem finden, damit diese in die Abfall-Gebührensatzung für das Jahr 2008 aufgenommen werden kann. Dabei ist zum Beispiel auch noch die Frage zu klären, für wieviele Jahre dieser Zusatzservice für Baby-Eltern gewährt wird. Und natürlich, was er kosten soll.

In den ersten Jahren ist die Tonne voll

"Das wird die Eltern nicht massiv entlasten“, ist sich Böckelühr bewusst: „Aber wir wollen damit ein symbolisches Zeichen setzen, dass wir etwas für junge Familien mit Kindern tun“. Selbst zweifacher Familienvater, kennt der Rathauschef die Sorgen noch: „In den ersten Jahren ist die Tonne voll.“ Auch bei den regelmäßigen Neubürgerempfängen war er mehrfach auf das Thema angesprochen worden. Denn manche Zugezogene kannten bereits aus ihren früheren Heimatstädten eine Windeltonne.

 Unbürokratische Lösung angestrebt

Es gibt Kommunen, die stellen ein weiteres Gefäß für einen bestimmten Zeitraum hin, deren Gebühr deutlich unter der normalen Gebühr für eine größere Tonne liegt“, erfuhr Böckelühr bei seinen Recherchen. Der Teufel steckt allerdings im Detail. „Ich möchte eine möglichst unbürokratische Einführung“, will der Bürgermeister einen „Riesenaufwand“ vermeiden, wie er beispielsweise in Bergkamen betrieben werde. Dort müsse man erst einen Antrag stellen. Manche Städte verlangen sogar Geburtsurkunden des Kindes oder andere Bescheinigungen, bevor die Müllwerker tätig werden.

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