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Anwohner mit Forderungen

Ärger um Neubaugebiet Am Klockenberg

SELM Es handelt sich zwar nur um einen Vorentwurf des Bebauungsplans "Am Klockenberg", doch schon jetzt stößt er auf erheblichen Widerstand bei den Anwohnern.

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Viele Anwohner kamen in die Burg Botzlar und lauschten den Wortbeiträgen.

Hatten keinen leichten Stand: v.l.: Andreas Zaremba (Bauverein), Friedhelm Deuter (Bauverein), Lothar Unrast (Stadtbetriebe) und Volker Bünermann (Verkehrsplaner).

Jürgen Walter erläuterte im Namen der Anwohner die Probleme.

 

So gut besetzt wie schon lange nicht mehr bei einer Bürgerversammlung war gestern der Sitzungssaal in der Burg Botzlar. Besonders Anwohner der Straßen Auf der Geist und Alte Werner machten ihrem Ärger über die geplante Erschließung Luft. Sie betonten, man sei nicht gegen das Baugebiet, doch den Baustellenverkehr für mehrere Jahre über ihre Straßen wolle man nicht mittragen.

Schon jetzt Lärm  ertragen

"Schon jetzt stellen die rund 2000 Fahrzeuge über die Alte Werner Straße ein Problem dar. Die Wohnqualität und die Sicherheit der Menschen wird sich weiter verschlechtern", so Jürgen Walter , einer der Organisatoren der Bürgerinitiative. Schon jetzt müsse man erhebliche Lärmbelästigungen ertragen. "Dies gilt auch nicht nur für die Alte Werner, sondern die Geist ist ebenfalls betroffen." Schon jetzt würden diese beiden Straßen als Abkürzung aus Richtung Neue Werner nach Olfen und Lüdinghausen genutzt. Im Namen der Anwohner forderte er eine Erschließung von der Neuen Werner Straße.

Gesprächsbereit

 

Friedhelm Deuter, Geschäftsführer des Bauvereins zu Lünen, der das Gebiet erschließen und vermarkten soll, erklärte zu Beginn der Versammlung, man wolle einen Weg finden, den man gemeinsam gehen könne. "Wir denken auch über eine Baustraße von der Neuen Werner Straße aus nach." Doch müsste diese Möglichkeit noch genau untersucht werden. "Wir müsssen auch noch mit den Grundstückseigentümern reden." Deuter sagte zu, man wolle während der Erschließungsarbeiten die Anwohner nicht mit Baustellenverkehr belästigen. Dies könne man mit der ausführenden Firma vertraglich regeln. "Wir können Wege, zum Beispiel über die Südkirchener Straße vorschreiben."

Anwohner befürchten Schwerlastverkehr

Doch dies ist den Anwohnern nicht genug,  denn sie befürchten während der rund fünf Jahren andauernden Bautätigkeit in dem Gebiet vermehrten Schwerlastverkehr auf ihren Straßen. Ihrer Meinung nach, sollte auch keine Erschließung über die Alte Werner erfolgen. Verkehrsplaner Volker Bünermann stellte den Bürgern Berechnungen vor, nach denen bei einem vollbesetzten Baugebiet lediglich 24 zusätzliche Fahrzeuge pro Stunde die Alte Werner nutzen würden. Diese Zahlen wurden von den Bürgern mit Gelächter aufgenommen. "Ich weiß nicht, wie man an solche Zahlen kommt. Es werden sicherlich mehr Fahrzeuge sein, wenn einmal 95 Wohneinheiten gebaut sind", so ein Anwohner.

Nur ein Vorentwurf

Wolfgang Händschke von der Stadtverwaltung betonte mehrmals, es handele sich um einen Vorentuwrf. "Alle ihre Aussagen werden aufgenommen und in eine Verwalgungsvorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung eingehen", so Wolfgang Händschke. Nach der gestrigen Versammlung steht fest: Planer und Politik müssen nach Lösungen suchen. Denn die Bürger wollen nicht eher Ruhe geben, bis die Probleme gelöst sind. 

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Viele Anwohner kamen in die Burg Botzlar und lauschten den Wortbeiträgen.

Hatten keinen leichten Stand: v.l.: Andreas Zaremba (Bauverein), Friedhelm Deuter (Bauverein), Lothar Unrast (Stadtbetriebe) und Volker Bünermann (Verkehrsplaner).

Jürgen Walter erläuterte im Namen der Anwohner die Probleme.

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