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Sicherheit am Osterfeuer

Das ist beim Osterfeuer zu beachten

Selm Auch in diesem Jahr werden am Osterwochenenende im Selmer Stadtgebiet wieder zahlreiche Osterfeuer abgebrannt. Dazu gibt es aber zahlreiche Auflagen. Welche das sind? Das klären wir hier.

Das ist beim Osterfeuer zu beachten

Beim Abbrennen eines Osterfeuers gibt es zahlreiche Auflagen, die man beachten sollte. Foto: Foto: Marie Rademacher

Auch in diesem Jahr werden am Osterwochenenede im Selmer Stadtgebiet wieder zahlreiche Osterfeuer abgebrannt. Dazu gibt es aber zahlreiche Auflagen. Welche das sind? Das klären wir hier mit Fragen und Antworten.

Wie viele Osterfeuer gibt es in Selm?


Die Anmeldephase für Osterfeuer sei nach Angaben von Pressesprecher Malte Woesmann noch nicht abgeschlossen. Bislang sind 88 Anmeldungen bei der Stadt eingegangen, im vergangenen Jahr waren es 91. Auch die Pfadfinder, der Heimatverein und die Feuerwehr der Ortsteile Bork und Cappenberg werden wieder ihre großen Osterfeuer abbrennen.

Darf jeder Osterfeuer abbrennen?


Nein, Osterfeuer dürfen nur von örtlichen Glaubensgemeinschaften, Vereinen, sowie Siedler- und Nachbargemeinschaften im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung durchgeführt werden, wie es in der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Selm heißt. Für nicht angemeldete bzw. private Feuer kann eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro ausgesprochen werden.

Welche Abstände muss man einhalten?


Zur vorbeugenden Gefahrenabwehr sind Osterfeuer nur erlaubt, wenn zu Gebäuden, in denen Menschen wohnen, ein Mindestabstand von 50 Metern, öffentlichen Verkehrsflächen ein Mindestabstand von 25 Metern, sonstigen baulichen Anlagen, einzelnen Bäumen, Wallhecke und Gebüsche jeweils ein Mindestabstand von 25 Metern, Waldflächen ein Mindestabstand von 100 Metern, befestigten Wirtschaftswegen ein Mindestabstand von 10 Metern eingehalten wird. Auf Anfrage teilt die Stadt mit, dass im Vorfeld stichprobenartige Kontrollen vorgenommen werden.

Wie weit darf man sich einem Osterfeuer nähern?


Generell lässt sich dafür kein Mindestabstand festlegen. Der einzuzhaltende Abstand hänge von der Größe und der Stärke des Feuers ab. „Die Strahlungswärme darf man keinesfalls unterschätzen. Dadurch können auch leichte Verbrennungen entstehen“, erklärt Thomas Isermann von der Feuerwehr in Selm.

Wie groß darf ein Osterfeuer eigentlich sein?


Es ist auf eine Fläche von 6 Metern im Durchmesser zu begrenzen. Das aufgeschichtete Brennmaterial darf eine Höhe von 3,50 Metern nicht überschreiten. Zur Verhinderung einer Ausbreitung des Feuers sollen ausreichend Löschmittel bereitgehalten werden.

Wie beeinflusst Wind das Osterfeuer?


Bisher sagt der Deutsche Wetterdienst nur wenig Wind für das Osterwochenende vorher. Doch auch mäßige Böen verschärfen die Auflagen: „Bei Wind muss unbedingt der Funkenschlag berücksichtigt werden“, erklärt Thomas Isermann. Leicht entzündliches Material oder Kleidung müsse noch weiter vom Feuer entfernt sein, so der Wehrführer. Bei starkem Wind hingegen dürfe „nichts verbrannt werden, vorhandenes Feuer ist bei aufkommendem starkem Wind unverzüglich zu löschen“, so die Auflage der Stadt.

Was darf abgebrannt werden?


Als Brennmaterial dürfen trockene, pflanzliche Rückstände wie Hecken- und Baumschnitt sowie Schlagabraum oder Schnittholz verwendet werden. Außerdem ist der Gebrauch von Brandbeschleunigern verboten. Als Hilfsmittel zum Anzünden dürfen Stroh oder Reisig eingesetzt werden. Außerdem weist die Stadt darauf hin, dass Osterfeuer ausschließlich der Brauchtumspflege dienen und deren Zweck nicht darauf ausgerichtet sei, pflanzliche Abfälle durch zu beseitigen.

Was muss in Sachen Tierschutz beachtet werden?


Das Brennmaterial sollte zum Schutz von Kleintieren 14 Tage vor der Veranstaltung zusammengetragen werden. „Am Tag der Veranstaltung ist es vor dem Entzünden umzuschichten“, erklärt Uwe Norra vom Naturschutzbund Selm. Nur so können die Veranstalter gewährleisten, dass keine Lebewesen wie Igel in das Feuer gelangen.

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