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Kreisliga A

Der SC Capelle ist abgestiegen

Capelle Das 3:6 gegen Hohenholte hat den Abstieg für den SC Capelle rein rechnerisch besiegelt. Bereits am fünftletzten Spieltag. Um die Chance noch am Leben zu halten, hätte ein Sieg hergemusst. An dem schnupperte der SC Capelle sogar.

Der SC Capelle ist abgestiegen

Simon Walter (r.) und Kapitän Manuel Lachmann waren nach dem Abpfiff enttäuscht. Der SC Capelle ist am Sonntag aus der Kreisliga A abgestiegen. Schon vorher gab es rein rechnerisch nur noch wenige Chancen. Foto: Reith

Dass die 3:6-Niederlage gegen Hohenholte zu hoch ausfiel, tat letztlich nichts mehr zur Sache. Fußball-Kreisligist SC Capelle ist abgestiegen. Der Werner SC II hatte mittags den SV Herbern II geschlagen – daher musste Capelle gewinnen, um sich die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Das ging trotz großen Kampfes schließlich schief.

„Das tut schon sehr weh. Ich bin noch nie abgestiegen“, sagte Kapitän Manuel Lachmann nach der Partie. Es gibt tränenreiche Abstiege. Und welche, bei denen sich die Mannschaften ergeben. Capelles Abstieg, der am Sonntag um 16.44 Uhr besiegelt war, war keiner von beiden. Zu lange konnte sich das Schlusslicht auf den Moment vorbereiten. Die Mannschaft baute nach Abpfiff schnell die Tore und Eckfahnen ab und versammelte sich auf dem Rasen.

Der SCC hatte zuvor mit einer Führung und Rückständen ein emotionales Auf und Ab erlebt. Einen Zwei-Tore-Rückstand holte Capelle noch auf und war der eigenen erneuten Führung wieder so nah, bis die Spieler am Ende stehend k. o. waren.

„Haben nicht aufgegeben“

„Dieses Spiel war – wie viele Spiele – hart umkämpft. Obwohl der Gegner vorne lag, haben wir nicht aufgegeben. Bloß wie wir uns dann die Gegentore fangen... Für die Mannschaft tut es mir leid. Andere Mannschaften, die unten drin stehen, wären nicht mit 16 Mann beim Training. Die Jungs wollen alle, aber irgendwie können wir es nicht umsetzen“, sagte Lachmann.

„Ich bin unsortiert“, sagte Reinhard Behlert nach dem Abpfiff. Das lag nicht an der Tatsache des Abstiegs, sondern daran, wie dieser zustande gekommen ist. „Wir haben uns in der Halbzeit darüber unterhalten, wie viel Spaß es macht, wieder in Führung zu gehen. Genau dieses Selbstbewusstsein fehlte den Jungs“, sagte Behlert und ließ im Interview dann knallharte Worte folgen, „aber dann kamen wir aus der Halbzeit, waren nicht mehr eng bei den Leuten und unkonzentriert. Ich war schon erschrocken. Das war unter Wert. Wir haben gezeigt: Da ist heute eine Mannschaft zurecht abgestiegen.“

Glück schon nach drei Minuten

Der Fußballnachmittag auf dem Capeller Rasenplatz hatte aus Capeller Sicht mit Glück begonnen. Hohenholte traf nach drei Minuten schon das erste Mal die Latte. Die Gäste traten offensiv mit einem Plan auf: in die Schnittstellen sollten die Bälle mit Tempo. Maximilian Nölkenbockhoff hielt nach zehn Minuten im Eins-gegen-eins die Null. Das 1:0 bereitete dann Dustin Logan mit einem Ball in die Tiefe vor – Simon Walter bediente Sinan Kixmöller, der den Torwart umlief – Tor. Nur eine Minute später wehrte Yannik Boonk im Hohenholter Tor einen Walter-Schuss an den Pfosten ab. Nölkenbockhoff war danach noch einmal der Held mit einer Parade, ehe er eine tragische Figur wurde. Er verursachte einen umstrittenen Foulelfmeter an Fabian Zeller – Ausgleich.

Der SC Capelle ist abgestiegen

Lars Zimmermann hatte zum zwischenzeitlichen 2:3 getroffen. Foto: Reith

Fünf Minuten nach der Pause vergab Oliver Eckey mit einem Schuss auf das verwaiste Tor aus 25 Metern Capelles erneute Führung. Innerhalb von zehn Minuten fielen dann fünf Tore: Erst traf Hohenholte doppelt – Capelle gab sich aber nicht geschlagen. „Keiner nimmt sich hier aus der Verantwortung“, schrie Behlert. Lars Zimmermann aus dem Gewühl und Walter machten den Ausgleich. Aber Zellner mit einem Schlenzer aus 15 Metern sorgte für Capelles erneuten Rückstand.

Unschön wurde es dann durch Marvin Niehoff. Der Hohenholter beleidigte Nölkenbockhoff als „Affe“ und „Missgeburt“, was unbestraft blieb. Als Capelle aufmachte, fing sich Nölkenbockhoff das 3:5 – damit war der SCC am Boden. Das 3:6 war der Tiefpunkt und Schlusspunkt. „Niederlagen sind nicht immer schlecht. Es kann auch der Start für etwas Gutes sein“, sagte Lachmann. Capelle ist kommende Saison B-Ligist.

SCC: Nölkenbockhoff - Reher, Cillien, Wittkamp (55. Nölken), Zimmermann, Lachmann, Logan, Küper, Eckey, Walter, Kixmöller
Tore: 1:0 Kixmöller (28.), 1:1 Waltring (44., Foulelfmeter), 1:2 Wilhelmer (55.), 1:3 Niehoff (58.), 2:3 Zimmermann (60.), 3:3 Walter (62.), 3:4 Zeller (64.), 3:5 Wilhelmer (82.), 3:6 Zeller (87.)

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