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„Drogen kann man an jeder Ecke kaufen"

BORK Der Borker Johannes Heitmann absolviert seit einigen Monaten ein Praktikum bei der Firma Hella in Mexico-City. Nun musste er sein Visum verlängern und verlebte aus diesem Grund ein paar Tage in San Francisco.

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Das Visum hätte er zwar auch über einen Anwalt verlängern können, er entschied sich aber für die Ausreise in anderes Land. „Die USA waren vom Flug her am plausibelsten. Voraussetzung für ein neues Visum sind 72 Stunden außerhalb von Mexiko,“ so Johannes Heitmann. Er entschied sich für San Francisco „Die Erwartungen an die Stadt waren entsprechend hoch, wurde sie doch im Buch „Abgefahren - in 16 Jahren um die Welt“ als eine der tollsten Städte weltweit gepriesen.“ Angekommen in Downtown San Francisco zeigte sich dem Borker jedoch schnell ein heftiges Bild. „Ich habe in Europa niemals eine Stadt mit so vielen Obdachlosen gesehen. In den Straßen rund ums Hotel riecht es nach Urin, Drogen kann man an jeder Ecke kaufen und bettelnde Menschen gehören zum Alltag.“

Grund für die hohe Anzahl der Obdachlosen seien vor allem hohe Mietpreise und teuere Lebenshaltungskosten. „Im „Street Sheet“, der Obdachlosenzeitung von San Francisco hat jemand davon berichtet sich einen 76er-Cadillac für 1700 Dollar kaufen zu wollen, um darin zu leben.“ Im Hostel lernte der Borker den Kenianer Martin Due kennen, einen Studenten der für 550 Dollar pro Monat dort ein 10m²-Zimmer mietet. „Er lebt dort bereits seit zwei Jahren und sieht kaum Chancen eine günstigere Wohnung zu finden.“ Insgesamt hat dem Borker San Francisco dennoch sehr gut gefallen. „Die Leute sind optimistisch, offen für Neues und stets hilfsbereit.“

Neues Visum

Mit einem neuen Visum kehrte er nach Mexiko Stadt zurück. „Bei der Rückkehr hat mich der Alltag schnell eingeholt. Mit dem Taxi bin ich um 23.30 Uhr quer durch die Stadt nach Hause gefahren und stand dann erst einmal im Stau.“ Jedoch war er auch froh wieder in Mexiko zu sein, auf die Freunde und das gute Wetter hatte er sich mich gefreut.

Richtung Süden

Sechs Wochen absolvierte Johannes Heitmann nun noch sein Praktikum. „Bald geht es los mit einem Selmer Freund Richtung Süden, um Weihnachten in einem Kinderdorf in Honduras zu feiern.“ Michael Beinert und Johannes kennen sich seit der Realschul-Zeit in Selm. Sie legten auch gemeinsam das Abitur auf dem Berufskolleg in Werne ab. „Wir reisen vom 12. Dezember bis zum 16. Januar quer durch Mittelamerika.“ Die voraussichtliche Route ist Mexiko-Guatemala-Honduras-El-Salvador-Guatemala-Belize-Mexiko. Anschließend wird Johannes Heitmann dann so langsam mit seinem Studium in Costa Rica beginnen. K HTW

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