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Selmer Haus der Wirtschaft

Erst Mieter finden, dann mit Bau beginnen

Selm. Im früheren Stadion an der Aktiven Mitte Selms soll ein „Haus der Wirtschaft“ entstehen. Jetzt hat der Bauverein Lünen den Kommunalpolitikern im Ausschuss mitgeteilt, dass es kleiner wird als zunächst geplant. Und es gibt weitere Unsicherheiten bei den Mietern und dem Baubeginn.

Erst Mieter finden, dann mit Bau beginnen

Fast nichts mehr geht auf der Großbaustelle im früheren Selmer Straße. Es ist viel zu kalt. Auch Kabel können nicht mehr verlegt werden. Foto: Foto Thomas Aschwer

Viel Optimismus verbreiteten am Donnerstag im Aussschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung Andreas Zaremba, Vorstandsvorsitzende des Bauvereins zu Lünen, und Christian Christensen, technische Prokurist und Projektleiter. Beide räumten allerdings auch Unwägbarkeiten ein. Dazu Fragen und Antworten.

Was sind die gravierendsten Änderungen beim Projekt?

Bislang sahen die Pläne ein im ersten und zweiten Obergeschoss geschlossenes Atrium vor, das zudem überdacht werden sollte. Jetzt zieht sich die ohnehin vorgesehene Öffnung des Gebäudes im Erdgeschoss über alle drei Stockwerke. „Damit ist der Einschnitt wieder wie im Wettbewerb vorgesehen“, sagt Christensen.

Welche Folgen haben diese Änderungen?

Die vermietbare Fläche reduziert sich nach Aussage des Bauvereins insgesamt um rund 15 Prozent. Pro Etage stehen jetzt rund 800 Quadratmeter zur Verfügung. Der Verzicht auf das Dach soll dazu führen, dass die Büros in den Obergeschossen besser belüftet werden können.

Warum hat der Bauverein die vermietbare Fläche reduziert?

Die beiden Vertreter des Bauvereins räumten bei der Vorstellung der Pläne im Ausschuss ein, dass es noch keinen Ansturm auf Flächen gibt. So muss nach Aussage des Bauvereins das zweite Obergeschoss noch „aktiv vermarktet werden“. Die Verantwortlichen sind optimistisch, bis Mitte des Jahres genügende Mieter gefunden zu haben.

Welche Mieter sind bislang bekannt?

Die Sparkasse zieht in das Erdgeschoss ein. Sie nutzt gut 50 Prozent der Erdgeschossflächen und damit etwas mehr als ursprünglich geplant. Ebenfalls in das Erdgeschoss zieht eine Bäckerei ein. „Für eine Restfläche im Erdgeschoss gibt es zwei konkrete Mietanfragen“, so Christensen auf unsere Anfrage. Andreas Zaremba bestätigte, dass das Jobcenter „den Großteil der Flächen im ersten Obergeschoss mietet.

Wie sieht es mit dem zweiten Obergeschoss aus?

Wie Andreas Zaremba sagt, ist der Bauverein mit „verschiedenen Interessenten“ im Gespräch. Allerdings wird der Bauverein gleichzeitig damit, dass „der Innenausbau auf Bedürfnisse künftiger Mieter noch zugeschnitten werden kann.“ Was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Bauverein noch Mieter sucht. „Wir sind mächtig unterwegs“, sagt Zaremba. Interessenten können sich per Mail an Projektleiter Christensen wenden: c.Christensen@bauverein.de.

Was bedeutet diese Situation insgesamt für das Projekt?

„Es ist wirtschaftlich wichtig, dass eine Vollvermietung erreicht wird“, sagte Haremba im Ausschuss. Und er schob die wichtige Information nach, dass erst dann der Baubeginn erfolgt, wenn dieses Ziel erreicht wird. Der Bauverein will schließlich allein in den Bau des Hauses rund 4 Millionen Euro investieren. Den Bauantrag will der Bauverein zu Lünen übrigens in Kürze stellen.

Was tut sich sonst auf dem Gelände?

Rolf Suhre vom Büro nts berichtete dem Ausschuss über „vorbereitende Maßnahmen für den Auenpark“. Zwar seien viele Gehölze entfernt worden, aber nach der Neugestaltung sei der ökologische Wert „viel höher als heute. Es gibt bessere Bedingungen für die hier lebenden Arten.“ Profitieren würden auch die Menschen. So werde ein rund 1,2 Kilometer langer Rundweg angelegt. Die eigentlichen Arbeiten im Park sollen im Mai beginnen – wenn der Förderbescheid der Bezirksregierung vorliegt.

Wie ist der Baufortschritt im Campus Nord?

Bei der Skateranlage gibt es eine kleine Änderung. Sie rückt etwas weiter vom Sunshine ab, so dass die Arbeiten an beiden Projekten unabhängig voneinander laufen können. Suhre kündigte an, dass die Skateranlage bis Ende Mai fertig sein soll. Am Jugendzentrum ist mittlerweile die Fassade vollständig entfernt worden. In Kürze sollen sollen auf dem Gelände Bäume gepflanzt werden.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Arbeiten aus?

„Am Umkleidegebäude tut sich derzeit nicht viel. Es ist zu kalt“, sagte Suhre. Gleiches gelte auch für den Campus Süd. Die Kanalbauarbeiten sind zwar abgeschlossen, die Leitungsarbeiten können aufgrund der Witterung nicht fortgesetzt werden. Trotz der Verzögerungen sicherte Rolf Suhre zu, dass „der Platz bis zum Stadtfest komplett fertig ist. Und auch die Technik wird dann komplett nutzbar sein.“

Selm. Die Selmer Gymnasiasten blicken derzeit jeden Tag auf eine riesige Baustelle vor der Tür ihrer Schule. Am Campus tut sich in diesen Tagen einiges. Derzeit sieht es so aus, als werde damit ein wichtiger Stichtag eingehalten.mehr...

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