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Gefährdung von Kindern: 76 Hinweise

SELM Stark zugenommen haben in Selm Hinweise an das Jugendamt auf mögliche Gefährdung des Kindeswohls. Mechthild Unrast vom Sozialen Dienst legte dem Jugendhilfeausschuss Zahlen vor, die bestätigen, dass die Bevölkerung und Institutionen stark für dieses Thema sensibilisiert worden sind.

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Gefährdung von Kindern: 76 Hinweise

Mechthild Unrast.

"Bis zum 26. August sind bei uns 76 Meldungen auf eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls eingegangen", so Mechthild Unrast. In 26 Fällen wären es Hinweise auf Verwahrlosung, in 20 auf Vernachlässigung gewesen. Unrast: "Zudem hat es acht Hinweise auf Misshandlung und fünf Hinweise auf möglichen Missbrauch gegeben." Hinzu kamen Hinweise auf eigene oder Fremdgefährdung aufgrund von psychischen Problemen. Informierte wurde der soziale Dienst unter anderem von Kindergärten, Schulen, aber auch von der Bevölkerung. "Dreimal haben uns anonyme Hinweise erreicht."

13 stationäre Maßnahmen veranlasst

Die Mitarbeiter des sozialen Dienstes der Stadt sind selbstverständlich den Hinweisen nachgegangen und haben unter anderem 13 statonäre Maßnahmen eingeleitet. Zudem wurden elf ambulante und zwei teilstationäre Maßnahmen beschlossen. "Lediglich ein Fall hat sich als Luft erwiesen, sonst bestand immer Handlungsbedarf."

Mehr Personal notwendig

Die stark zugenommenen Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung bedeuten für den sozialen Dienst aber auch mehr Aufgaben. Jugendamtsleiter Franz Schrade erklärte so auch, zur Bewältigung der meist kurzfristigen und unaufschiebaren Aufgaben müssten auch die notwendigen Personalkapazitäten bereitstehen. "Ansonsten besteht die Gefahr weitergehender unzumutbarer Belastung der Kollegen und eine Vernachlässigung von Aufgabenstellungen im Rahmen der Funktion des gesetzlichen Wächteramts des Amts für Jugend, Schule udn Familie." Er werde deswegen zum Stellenplan des nächsten Jahres eine Ausdehnung der Stellen um mindestens eine halbe im sozialen Dienst beantragen.

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