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Brand zwischen Selm und Olfen

Hündin Nia entdeckte Waldbrand und verhinderte Schlimmeres

Selm/Olfen Die Olfener Feuerwehr löschte am Montagmorgen einen Brand im Sandforter Busch zwischen Selm und Olfen. Dass das Feuer so schnell entdeckt werden konnte, verdankt sie Hündin Nia.

Hündin Nia entdeckte Waldbrand und verhinderte Schlimmeres

Hündin Nia hat ihren Besitzer zu einem Schwelbrand geführt. So konnte die Feuerwehr im Sandforter Busch löschen, bevor sich der Brand ausbreiten konnte. Foto: Foto: Ralf Piekenbrock

Eine Hündin hat am Montagvormittag vermutlich einen Waldbrand verhindert. Beim Spaziergang im Sandforter Busch hatte das Tier wohl den Qualm gerochen und sein Herrchen zu dem Brand gezogen. So konnte die Feuerwehr den Schwelbrand löschen.

Ralf Piekenbrock war mit seiner 14-monatigen Hündin Nia im Wald zwischen Lützowstraße und Selmer Straße unterwegs. „Nia führte mich in das Dickicht zu einem Schwelbrand“, so Ralf Piekenbrock im Gespräch mit der Redaktion. Er habe einen Schwelbrand an einer Wurzel eines umgestürzten Baums entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Dann lotste Piekenbrock die Feuerwehr Olfen – der Brand lag an der Stadtgrenze Selm/Olfen – durch eine Standortbestimmung über WhatsApp zum Einsatzort.

Hitzenester entdeckt

„Es war ein Schwelbrand in einem Wurzelteller mit einem Durchmesser von rund fünf Metern“, sagt Jan Franzke, der den Einsatz bei der Olfener Feuerwehr leitete. Es habe sich um einen umgestürzten Baum gehandelt. „Wir haben zunächst mit der Kettensäge den Wurzelteller vom Stamm getrennt und dann abgelöscht“, so Jan Franzke.

Nach dem Löschen haben die Feuerwehrleute das Erdreich rund um die Wurzel auch mit einer Wärmebildkamera untersucht. „Wir sind zum Teil auf Flächen mit einer Hitzeentwicklung von 220 Grad gestoßen“, berichtet Franzke. 14 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen waren im Einsatz und haben das Erdreich in einem großen Bereich umgegraben und heiße Stellen gelöscht. „Wir haben 4500 Liter Wasser verbraucht.“

Wie der Einsatzleiter erklärte, hätte es schlimmer enden können, wenn der Schwelbrand nicht entdeckt worden wäre. Der Gefahr war sich auch Ralf Piekenbrock bewusst. Der Boden sei so trocken und der Schwelbrand vom Weg aus nicht einfach zu sehen gewesen. Wenn Hündin Nia ihn nicht dorthingezogen hätte. „Sie ist sofort auf Alarm gegangen“, erzählt Piepenbrock über das Verhalten seines Tieres. Nia hätte ihn direkt an die Stelle gezogen.

Die Brandursache ist noch unbekannt. Thomas Michels, Leiter der Feuerwehr erklärt: „Es ist im Wald alles zurzeit sehr trocken.“ Selbstentzündungen könnten zum Beispiel durch Glasscherben mit Sonneneinwirkung geschehen. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe könne einen Brand auslösen.

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