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Kurz vor Beginn des ersten Festivalkonzerts

Königliche Musik auf Schloss Cappenberg

Cappenberg An diesem Pfingstsonntag beginnt das elfte Cappenberger Musikfestival. Schon bevor um 19.30 Uhr der erste Willkommensapplaus im Schlosstheater aufbranden wird, ist die Anwesenheit der 19 Virtuosen auf dem barocken Schlossgelände aber unüberhörbar. Sie lassen für ein Hochzeitspaar unversehens den Himmel voller Geigen hängen.

Königliche Musik auf Schloss Cappenberg

Wiedersehensfreude: Festivalinitiatorin Mirijam Contzen begrüßt Tobias Bredohl. Foto: Foto: Günther Goldstein

Claudia Schötteldreier strahlt über das ganze Gesicht. Das liegt nicht an den züngelnden Flammen in der Feuerschale auf dem Schlosshof. Und auch nicht an den blauuniformierten Männern, die gemeinsam einen langen gelben Löschschlauch halten. Die Lünenerin, die aus dem Westflügel des repräsentativen Barockbaus tritt, hat nur Augen für den Mann an ihrer Seite: Mark Knickmeier. Gerade hat sie ihm ihr Ja-Wort gegeben, wenige Stunden nach Prinz Harry und Meghan Markle. Doch die Hochzeit auf Schloss Windsor spielt für die Zwei gar keine Rolle: „Hier auf Schloss Cappenberg ist alles perfekt“, sagt der frisch getraute Mitarbeiter der Gelsenkirchener Berufsfeuerwehr und umarmt seine Frau: „Das Ambiente ist herrlich, das Wetter großartig.“ Und erst einmal die Musik.

Exklusive Hochzeitsmusik

Das englische Prinzenpaar hatte den jungen Cellisten Sheku Kanneh-Mason aus Nottingham engagiert, auf seiner Hochzeit zu spielen. Am großen Tag von Schötteldreier und Knickmeier musizieren gleich 19 Ausnahmetalente der klassischen Musik: die Teilnehmer des Musikfestivals Cappenberg. Nein, bestellt hat das Lünener Paar die internationalen Virtuosen nicht. Und nein, Sebastian Manz, Herbert Schuch und die anderen international bekannten Künstler, die Festivalleiterin Mirijam Contzen um sich geschart hat, spielen auch nicht eigens für die frisch Getrauten. Aber sie spielen. Wie vielstimmige, exklusive Glückwünsche wehen ihre Melodien aus den geöffneten Fenstern des Schlosses zu der Festgesellschaft heraus, die sich jetzt jubelnd im Löschen der Flammen übt.

Mozarts Jagd-Quartett

Mirijam Contzen bekommt nichts davon mit. Sie bläst gerade zur Jagd – ganz ohne Horn. Das liegt unbeachtet auf einem Schrank an der Seite des Salons im Obergeschoss des Schlosses: einem Privatraum der Familie von Kanitz, die seit 2005 nicht nur regelmäßig Contzen und ihre Musiker-Freunde auf dem Schlossgelände ihre Konzerte geben lässt, sondern sie dort auch mit großer Gastfreundschaft proben und wohnen lässt.

Zu Gast bei der Queen

„Ein herrliches Ambiente.“ Giovanni Guzzo aus Venezuela wählt die gleichen Worte wie der Feuermann unten auf dem Schlosshof, als er über die quietschenden Holzbohlen des langen Flurs zum Probenraum im Obergeschoss des Ostflügels eilt.

Cappenberger Festival Beginn

Festivalstimmung herrscht auf Schloss Cappenberg schon vor Beginn des ersten Konzerts am Abend des Pfingstsonntags.
Festivalstimmung herrscht auf Schloss Cappenberg schon vor Beginn des ersten Konzerts am Abend des Pfingstsonntags.
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Der 27-Jährige, den die internationale Presse als „eindrucksvoll“ und „imposant“ feiert, hatte bereits mehrfach für die königliche Familie in London gespielt – lange vor der Prinzen-Hochzeit an diesem Samstag. Guzzo öffnet die Tür zum Eckzimmer: Geradeaus fällt der Blick durch ein großes Sprossenfenster in den Schlosspark, rechts reicht er die Cappenberger Höhen hinab bis nach Dortmund. Zeit, um aus dem Fenster zu schauen, hat hier aber niemand. Mitten im Raum stehen vier Stühle. Der zweite von links ist leer. Guzzo eilt zu seinem Platz. Mirijam Contzen, Konstantin Heidrich und Ulrich Eichenauer warten schon, dass es weiter geht. Sie proben Mozarts Jagd-Quartett.

Ringen ums Detail

„Wir müssen noch einmal“, sagt Contzen. Einen Augenblick später erklingen Fanfaren – ganz ohne Jagdhörner, die in einem Streichquartett nichts verloren haben. Contzen und Guzzo lassen ihre Geigen strahlend rufen: das Jagdthema, das Bratsche und Cello sogleich aufgreifen und in einem galoppierenden Sechsachteltakt forttragen. „Bin ich zu wild?“ Cellist Heidrich, Contzens Kollege an der Universität der Künste in Berlin, blickt in die Runde. Die Kollegen antworten - nicht mit gesprochenen Worten, sondern gespielten Phrasierungen. So? Oder so? „Noch einmal ab Takt 158.“

Bis zum 27. Mai

Auf der Bühne des Schlosstheaters und in zwei anderen Räumen des einst ersten Prämonstratenserklosters im deutschsprachigen Bereich proben an diesem Samstagnachmittag die anderen Musiker, die morgens aus ganz Europa angereist waren. „Das wird so bis in den späten Abend gehen“, sagt Mirijam Contzen. Sie ringen um das angemessene Tempo, um Pausen, Rhythmik und Ausdruck. Ist das Arbeit? Contzen lacht. „Das ist das Festival“: Musik mit Freunden auf Weltniveau, bei der das Publikum ganz nah dabei sein darf – von diesem Sonntagabend bis zum 27. Mai.

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