Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie

Öffentliche Probe beim Musikfestival Cappenberg

Kuchen und Klassik im Schlosshof

Cappenberg Ob London, New York oder Tokio: Sie kennen die Konzertsäle der Welt. Dennoch schätzen die Teilnehmer des Musikfestivals die kleine Bühne des Schlosstheaters. Das liegt auch an den weiß gedeckten Tischen davor und den Menschen daran.

Kuchen und Klassik im Schlosshof

Unter den großen Bäumen im Schlosshof machen es sich die ersten Gäste gemütlich. Foto Sylvia vom Hofe

Herbert Schuch steht mit gepackten Koffern vor der Schlosstür. Neben ihm seine Ehefrau Gülru Ensari. Die beiden Pianisten warten aufs Taxi, das sie zum Flughafen bringen soll. Schuch wird in Norwegen ein Konzert geben, „aber danach kehren wir sofort zurück“, sagt er.

der zweite Konzerabend

Bachs Formstrenge trifft in Schumanns Studien kanonischer Form auf seine Spiefreide- Das Ergebnis: en ausgesprochen wohlklingendes Werk, das Sebastian Manz für Klarinette übertragen hat.
Spaß bei den Proben.
So ein Flügel ist kein Rollcontainer.
Das Vorecho hat Premiere: Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn sprechen Künstler - hier (v. l.) Herbert Schuch, Gülru Ensari und Sebastian Manz - über die Werke, die sie anschließend vortragen.
Das Vorecho hat Premiere: Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn sprechen Künstler - hier (v. l.) Herbert Schuch, Gülru Ensari und Sebastian Manz - über die Werke, die sie anschließend vortragen.
Schon eine Tradition: Die Zwillinge von Mirijam Contzen überreichen zum Abschluss allen Künstlern eine weiße Rose.
Schon eine Tradition: Die Zwillinge von Mirijam Contzen überreichen zum Abschluss allen Künstlern eine weiße Rose.
Das Vorecho hat Premiere: Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn sprechen Künstler - hier (v. l.) Herbert Schuch, Gülru Ensari und Sebastian Manz - über die Werke, die sie anschließend vortragen.
Höhepunkt und Abschluss des zweiten Konzertabends: Ludwig van Beethovens Streichquintett "Sturm".
Schon eine Tradition: Die Zwillinge von Mirijam Contzen überreichen zum Abschluss allen Künstlern eine weiße Rose.
Schon eine Tradition: Die Zwillinge von Mirijam Contzen überreichen zum Abschluss allen Künstlern eine weiße Rose.
Höhepunkt und Abschluss des zweiten Konzertabends: Ludwig van Beethovens Streichquintett "Sturm".
Höhepunkt und Abschluss des zweiten Konzertabends: Ludwig van Beethovens Streichquintett "Sturm".
Vierhändig spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari. Die beiden sind als Ehepaar bestens aufeinander eingestellt.
Vierhändig spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari. Die beiden sind als Ehepaar bestens aufeinander eingestellt.
Höhepunkt und Abschluss des zweiten Konzertabends: Ludwig van Beethovens Streichquintett "Sturm".
Vierhändig spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari. Die beiden sind als Ehepaar bestens aufeinander eingestellt.
Das Vorecho hat Premiere: Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn sprechen Künstler - hier (v. l.) Herbert Schuch, Gülru Ensari und Sebastian Manz - über die Werke, die sie anschließend vortragen.
Vierhändig spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari. Die beiden sind als Ehepaar bestens aufeinander eingestellt.
Vierhändig spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari. Die beiden sind als Ehepaar bestens aufeinander eingestellt.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Der Cellist Danjulo Ishizaka im Gespräch.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Robert Fschs' Klarinettenquintett rettet des musikalischen Geist des 19. Jahrhundert ins 20. Jahrhundert hinein. Das Werk entstand 1917.
Das Vorecho hat Premiere: Jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn sprechen Künstler - hier (v. l.) Herbert Schuch, Gülru Ensari und Sebastian Manz - über die Werke, die sie anschließend vortragen.
„Hier will man auch eigentlich gar nicht weg“, meint seine Frau und macht eine ausholende Geste: über den Schlosshof, auf dem Tische mit Kaffeegedecken stehen, vorbei an der 900 Jahre alten Stiftskirche bis zum Theater, aus dem Melodiefetzen wehen, wenn sich die Tür öffnet. Und das ist an diesem Dienstag häufig der Fall.

Kostenloses Appetithäppchen

„Wir wollen uns schon etwas Appetit holen“, sagt eine Wernerin, die mit zwei Freundinnen zur öffentlichen Probe gekommen ist. Für Mittwochabend, wenn Werke von Mozart, Carl Maria von Weber und Schostakowitsch auf dem Programm stehen, haben die drei Konzertkarten zum Preis von 30 Euro gekauft. Kostenlos lauschen sie einen Tag zuvor, wie sich die Musiker die Stücke erarbeiten.

Zu Gast bei der gräflichen Familie

Ob Klarinettenstar Sebastian Manz oder Givanni Guzzo, der schon mehrfach vor der Queen Geige gespielt hat: Alle kennen die Stücke bestens. Nur zusammen haben sie meistens noch nie gespielt. „Und wie es der Komponist wirklich gemeint hat, wissen wir alle nicht“, sagt der in den USA lebende Bratschist Ulrich Eichenauer. „Also noch einmal von vorne.“

Gastgeberin Anna Gräfin von Kanitz liebt dieses leidenschaftliche Ringen um jeden Takt. „Wir hören hier, mit wie viel Spielfreude die Künstler bei der Sache sind“ – vorn morgens früh bis abends spät überall im Schloss.

Kinder wie verzaubert

Die Musik verzaubert – auch ganz junge Hörer. Eine 37-jährige Cappenbergerin hat ihre drei Kinder im Alter zwischen fünf und zwei Jahren mitgebracht. Alle lauschen verzückt den Streichern. Die neunjährigen Zwillinge von Festivalleiterin Mirijam Contzen würden das wohl auch gerne weiter tun. „Doch in Berlin gibt es keine Pfingstferien“, so Contzen. Anders in NRW, wo es erstmals seit 1966 so lange frei gibt. „Erschwerte Bedingungen, nennt das Festivalintendant Dr. Berthold Warnecke. Die ersten Konzerte seien zwar ausverkauft gewesen, Aber viele seien jetzt verreist.

Programm bis Sonntag

Wie Herbert Schuch und Gülru Ensari, deren Taxi gerade vorfährt.

Kuchen und Klassik im Schlosshof
„Ich freue mich aber jetzt schon, wenn wir wieder zurück sein werden für die letzten drei Festivaltage“, sagt die Pianistin beim Einsteigen. Am Freitag beim Konzert in der Stiftskirche werden sie und ihr Mann zwar noch gar nicht spielen. „Den anderen zuhören, ist aber ebenfalls wunderbar an diesem herrlichen Ort.“

Mittwoch, 23. Mai, 18.45 Uhr: Konzerteinführung; 19.30 Uhr: „Take five: eine Hand voll“; Karten im Fokus, Willy-Brandt-Platz 2, Selm

Anzeige
Anzeige