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Mehr Spielraum bei Roten Karten

KREISGEBIET Gelb-Rote Karte oder Rote Karte? Dazwischen lag im Amateurfußball bisher ein himmelweiter Unterschied. Während ein Spieler nach einem Ampelkarton beim nächsten Mal sofort wieder ran durfte und dies auch künftig darf, musste er bei glatt Rot mindestens mit einer zweiwöchigen Sperre rechnen. Das ändert sich nun.

Mehr Spielraum bei Roten Karten

Karl-Heinz Schulze ist Kreisschiedsrichter-Obmann.

Denn der Westdeutsche Fußball-Verband hat beschlossen, dass bei leichteren Vergehen eine Sperre von einer Woche ausreichen kann.

Die neue Richtlinie betrifft Äußerungen, die weder eine Beleidigung noch eine Unsportlichkeit darstellen. Auch das absichtliche Handspiel, das bislang eine zweiwöchige Sperre nach sich zog, fällt darunter. Schwerere Vergehen wie Notbremsen, Beleidigungen oder Tätlichkeiten werden nach wie vor deutlich schwerer bestraft (siehe Infokasten).

Für die Schiedsrichter bedeutet die neue Regelung eine Umstellung. "Sie müssen bei Roten Karten im Spielbericht künftig genauere Beschreibungen abgeben", erklärt Karl-Heinz Schulze. Der Kreisschiedsrichter-Obmann steht der neuen Regelung positiv gegenüber.

Wenn ein Spieler nur für eine Woche gesperrt werde, könne er bzw. sein Verein dies direkt am Freitag aus den Amtlichen Mitteilungen entnehmen. Beim nächsten Lehrabend am 5. November will er seinen Schiedsrichtern die neuen Richtlinien deutlich machen.

"Wir sind jetzt also variabler"

Auch Kreisvorsitzender Werner Kretschmer begrüßt die Regeländerung. "Durch die neue Regelung haben wir eine bessere Entzerrung", so Kretschmer. "Denn früher wurden die meisten Spieler direkt für vier Spiele gesperrt. Für eine Zwei-Spiele-Sperre blieb kaum ein Vergehen übrig. Wir sind jetzt also variabler." Wichtig in der Umsetzung sei allerdings, dass die Schiedsrichter die Spielberichte pünktlich abschicken.

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