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Mister Zuverlässig

SELM / LÜNEN Nach 37 Jahren gab Aloys Merten sein Amt als Pressewart des Tischtennis-Kreises in jüngere Hände.

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Teamspieler Aloys Merten (r.) in einer zweiten Mannschaft der Preußen im Jahre 1994 mit Rolf Schindelar, Christian Bauer, Christoph Eppich, Marcus Seck und Frank Bartsch. (v. l.).

Die Chronik des Kreises - ein Werk von Aloys Merten.

Die Zuverlässigkeit in Person, der König der Durchschläge, der sich in reiferen Jahren noch den Tücken von Computer und Internet stellte, machte Schluss. Merten wurde in Schillgehnen in Ostpreußen am 12. Dezember 1937 geboren. Wen wundert es da, dass der Amtsinspektor bei der Stadtverwaltung in Lünen dem Bild des preußischen Beamten entspricht: Zuverlässig. Dieses "zuverlässig" ist ein großes Kompliment für den Mann, der seit Jahren seine Freizeit für Tischtennis widmet.

Im Dezember 1946 kam er mit seiner Familie nach Lünen, wurde dort im April 1947 eingeschult. Sechs Jahren Schulzeit folgte eine Verwaltungslehre bei der Stadt Lünen. Seit 1970 war er Sachbearbeiter für Gewerberecht beim Ordnungsamt der Stadt - ging Ende 1997 in den Ruhestand. 1970 - es war genau der 19. August, trat er sein Amt als Pressewart des damaligen Tischtennis-Kreises Lünen-Lüdinghausen an. Er hatte sich selbst seinem Vorgänger, dem Ruhr Nachrichten-Mann Helmut Holz, angeboten.

Nach Feierabend

Kollegen von einst aus dem Ordnungsamt erinnern sich: "Alu arbeitete bis zur letzten Sekunde seines Dienstes. War dann Feierabend, spannte er für sein geliebtes Tischtennis die Blätter in die Schreibmaschine und hämmerte los!" Gearbeitet wurde damals noch mit hauchdünnem, fast durchsichtigem Durchschlagspapier. Viele Zeitungsredaktionen im Kreis warteten auf seine Berichte.

Kopierer waren damals teuer, der Computer noch lange nicht praxistaugliche Wirklichkeit. Diese begann erst später mit einem Commodore 64, der das Ende der Schreibmaschine einläutete. Es folgten das Fax, aktuell die Mail, mit der zeitgleich alle Reaktionen bedient werden können.

Dafür war die Zusammenarbeit mit den Vereinen sehr gut, besser, wie einige sagen, als heute im Zeitalter von Handy und Mail. Damals gingen samstags zwischen 19 Uhr und Mitternacht telefonisch die ersten Ergebnisse ein. Weiter ging es sonntags ab 9 Uhr. Bis spätestens 18 Uhr mussten die Manuskripte mit Berichten über Meisterschafts-Spiele und Ranglisten auf den Schreibtischen der Lüner Redaktionen liegen.

Zurück bleiben 37 Jahre und das sichere Gefühl, stets ausführlich über Tischtennis berichtet zu haben. Letztendlich ließ den jetzt 69-Jährigen die Gesundheit kürzer treten - jedoch nicht so kurz, dass er auf das Amt des Pressewartes bei seinem TTV verzichtete.

Geduldige Ehefrau

Seit 1966 ist Merten mit Ehefrau Ursula verheiratet. "Sie ist mein Hobby Tischtennis von Anfang an gewohnt!", so Merten. Erst mit fast 15 Jahren fand Merten selbst zum Tischtennis, schloss sich 1952 dem SV, heute TTV, Preußen an - unterbrochen von ´56 bis ´59 beim Polizeisportverein Dortmund.

Zweimal wurde er Westdeutscher Pokalsieger der Herren-Bezirksklasse (68/69) sowie ´58 mit dem PSV Dortmund. Er ist der "Vater" der Chronik des Tischtenniskreises, die vor 20 Jahren anlässlich dessen 25jährigen Bestehens erschien, und des SV Preußen. Ein Werk, in dem mit jedem Meister und Funktionär jeder Atemzug des Kreises festgehalten wurde.

Viele Erfolge

Lang ist die Titel-Sammlung: ´54 Jugend-Bezirksmeister im Doppel, 66 Titel in der Jugend, bei den Herren B, Herren C und Senioren bei Dortmunder und Lüner Stadt- und Kreismeisterschaften, 3. Platz ´95 bei den Westdeutschen Seniorenmeisterschaften (Sen. II.), neunmal von ´67 - ´85 Vereinsmeister.

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Teamspieler Aloys Merten (r.) in einer zweiten Mannschaft der Preußen im Jahre 1994 mit Rolf Schindelar, Christian Bauer, Christoph Eppich, Marcus Seck und Frank Bartsch. (v. l.).

Die Chronik des Kreises - ein Werk von Aloys Merten.

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