Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Neuanfang unter einem Dach

DRK-Ortsvereine Selm, Bork und Cappenberg sollen fusionieren

Während der außerordentlichen Mitgliederversammlungen am Montagabend in Bork und am Dienstagabend in Selm, gab es ein einstimmiges Votum für die Verschmelzung der DRK-Ortsvereine. «Was lange währt, wird endlich gut», kommentierte Karl-Heinz Hagenhoff (DRK Selm) die Entscheidung. Zwölf Mitglieder in Bork und 29 Mitglieder in Selm stimmten für die Fusion. Nun fehlt nur noch die Zustimmung aus Cappenberg. «Es soll sich einiges ändern.» Mit diesen Worten leitete Heinrich Sommer, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins in Bork, die Mitgliederbefragung ein. Die eigenständigen Rot-Kreuz-Gemeinschaften, die in Bork seit 1929, in Selm seit 1932 und in Cappenberg seit 1938 (ehemals Altlünen) bestehen, sollen zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen werden. Zusammen mit Rechtsanwalt und Notar Martin Neugebauer haben die Vorstandsmitglieder aller drei Ortsvereine die gewünschte Verschmelzung juristisch auf den Weg gebracht. «Der Weg ist ein relativ komplizierter», erklärte Neugebauer den DRK-Mitgliedern in Bork und Selm. Notwendig sei nicht nur eine notarielle Beglaubigung, sondern gerade die überaus formalistischen Bestimmungen des Umwandlungsgesetzes müssten beachtet werden, so Neugebauer. Entsprechend § 8 Absatz 1 des Umwandlungsgesetzes war es so auch Aufgabe der drei bestehenden Ortsvereine, einen gemeinsamen Verschmelzungsbericht zu erstellen, in dem die Gründe für den gewünschten Zusammenschluss erläutert werden. «Die Anforderungen, die heutzutage an das DRK gestellt werden, werden zunehmend komplexer und globaler. Diese Tatsache spüren auch die hier ansässigen Rot-Kreuz Gemeinschaften», heißt es in dem Bericht. Als Vorteile der Verschmelzung werden kurze und schnelle Reaktionszeiten bei Rot-Kreuz Fragen im Stadtgebiet Selm, eine schlanke Führungsebene, die Bündelung der Kräfte und Ressourcen sowie die Stärkung der Position in Fragen innerhalb des Kreisverbandes Unna angegeben. Der Ortsverein Selm nimmt in diesem Verfahren die Position des aufnehmenden Vereins an, in den die Ortsvereine Bork und Cappenberg (Zustimmung vorausgesetzt) und somit ihre Mitglieder und das Vereinsvermögen übergehen. «Die übertragenen Vereine erlöschen mit Eintragung des neuen Vereins in das Vereinsregister», erklärte Martin Neugebauer weiter. Als Gründungsdatum ist der 1. Juli 2007 vorgesehen. «Das ist kein Ende, sondern ein Neuanfang», sagte Stefan Kühnhenrich, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Bork. Bereits 1998 wurden die Bereitschaften Selm und Bork zusammengelegt, um effektiver und zuverlässiger im Sanitätsdienst und Katastrophenfall arbeiten zu können. Aus diesen positiven Erfahrungen soll nun auch auf Geschäftsebene eine Zusammenarbeit erwachsen. Eine Mitgliederversammlung nach der Sommerpause soll, so ist es der Wunsch, einen paritätisch aus allen drei Ortsvereinen besetzten Vorstand auf den Weg bringen. wmb

Anzeige
Anzeige