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Die Ergebnisse der Kreisliga A

SC Capelle taumelt Richtung Kreisliga B

Selm/Olfen/Nordkirchen Für den GS Cappenberg war der Ostermontag ein Feiertag mit Ärgernissen. Der SC Capelle rutscht immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Mittlerweile sind es schon elf Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Von Reinhard Behlerts Mannschaft kam gegen Roxel zu wenig. Der SuS Olfen kann sich den Aufstieg wohl abschminken.

SC Capelle taumelt Richtung Kreisliga B

Alexander Reher (r.) war einer der stärksten Capeller gegen Roxel. Foto: Weitzel

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Billmerich – GS Cappenberg

Eigentlich wollten Cappenberg und Billmerich gar nicht spielen an diesem Tag. Der Staffelleiter setzte trotzdem das Spiel an. Obwohl beide Teams sich zuvor geeinigt hatten, das Spiel auf den 19. April zu legen (die E-Mails liegen dieser Redaktion vor). Doch der Platz im Billmericher Waldstadion war nicht bespielbar.

„Wir haben schon beim Warmmachen gemerkt, dass es sehr schwierig ist. Besonders im letzten Drittel. Der Schiedsrichter hat das ähnlich gesehen“, sagte Spielertrainer Patrick Osmolski. Der Rasen war hoch, der Boden tief, stellenweise schlammig. „Man schiebt den Boden richtig zur Seite, wenn man darauf laufen will. Das ist uns zu gefährlich“, sagte Osmolski. Leon Hügemann war noch angeschlagen, Julius Becker sollte sein Comeback nach einem Bänderriss feiern. „Auf diesem Boden unmöglich. Hinterher habe ich noch zwei, drei Spieler im Krankenhaus sitzen. Das ist es nicht wert“, so Osmolski.

Ähnlich sah es auch sein Gegenüber,  Billmerich-Coach Flumin Ramaj, der zuvor noch mit der zweiten Mannschaft selbst als Spieler auf dem Platz stand. „Das ist sehr ärgerlich. Aber es ist wirklich zu gefährlich. Wir waren vorher schon der Meinung. Aber die Verlegung wurde ja nicht genehmigt. Jetzt kommt der Gegner hierhin, meine Truppe ist hier – und wir können nicht spielen. Der Platz ist nämlich definitiv nicht zu bespielen auf der einen Seite. Wir akzeptieren das“, sagte er. Einen Nachholtermin gibt es noch nicht. Klar ist jedoch: Cappenberg hat eine Englische Woche mehr...

Kreisliga A2 Münster
SC Capelle – BSV Roxel II 0:1 (0:1)

Nach der 0:1-Niederlage ist nun der Abstand auf den Relegationsplatz in der Kreisliga A2 auf elf Punkte gewachsen. Dabei wollte Capelle als Tabellenletzter gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Gegner eigentlich Boden gutmachen.

Gerade in der ersten Hälfte war davon wenig zu sehen. Von Beginn an übernahm Roxel die Kontrolle über das Spiel. Die Roxeler stellten Capelle direkt vorne zu. Capelle konnte sich so kaum einmal in die generische Hälfte vorspielen. Die erste gute Möglichkeit für Roxel hatte der gut aufgelegte Yusuf Güllü, als sein Schuss aus 20 Metern noch die Latte touchierte. Ansonsten verhinderte der SCC durch eine konzentrierte Abwehrleistung seiner Fünferkette zunächst Schlimmeres. Vor allem Abwehrrecke Alexander Reher rettete mehrfach in höchster Not.

Behlerts Plan, „in der ersten Halbzeit defensiv gut zu stehen, um dann immer offensiver zu werden“, wurde dann aber in der 28. Minute durchkreuzt. Eine Hereingabe von links klärten Capelles Abwehrleute nur als Luftkerze. Diese verwandelte BSV-Stürmer Gufäb Hatam trocken per Direktabnahme zum 0:1. Auch danach blieb Roxel weiter gefährlich und vergab einige Möglichkeiten. Capelle gelang dagegen in Hälfte eins kein Torschuss.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Capelle, das Spiel offener zu gestalten. Doch dann fehlte dem SCC gerade nach Ballgewinnen die nötige Zielstrebigkeit in den Kontern. Dazu fehlten Behlert unter anderem mit Simon Walther, Manuel Lachmann, Oliver Eckey und Toralf Streppel zahlreiche Stammspieler, während der BSV Roxel teilweise auf Spieler aus dem Westfalenliga-Kader zurückgriff. „Aber das sollen keine Ausreden sein, am Ende haben wir heute zu wenig gezeigt“, sagte Behlert. Letztendlich wurde Capelle dem BSV in einer chancenarmen Schlussphase nicht mehr gefährlich. Für den Capeller Mittelfeldspieler Benjamin Gumprich war es „ein bitteres Spiel“, weil man die Punkte gebraucht hätte.

Team und Tore
SCC:
Nölkenbockhoff - Pate (60. Peters), Reher, Nölken, Cillien, Hüser (60. Dülfer), Gumprich, Zimmermann (60. Krieter), Logan, Küper, Kixmöller
Tor: 0:1 Hatam (28.)

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
Darfeld – SuS Olfen 1:0 (0:0)

Ja, theoretisch ist Fußball-Kreisligist SuS Olfen noch nicht aus dem Titelrennen ausgeschieden. Aber dass die Olfener in den verbleibenden Spielen die Punkte auf Spitzenreiter Billerbeck noch aufholt, daran glauben in Olfen seit der 0:1-Niederlage von Darfeld an Ostermontag nur noch die kühnsten Optimisten. Sechs Zähler Rückstand sind es derzeit, neun könnten es werden, wenn Billerbeck ein Nachholspiel noch gewinnt. Und dann neun Punkte in den restlichen acht Partien aufzuholen, ist äußerst unwahrscheinlich. „Nein, das war uns vorher auch bewusst“, sagte Olfens Trainer Michael Krajczy, „wir wussten, dass wir die nächsten zwei Spiele gewinnen müssten, wenn wir dranbleiben wollen. Und dann haben wir Billerbeck im direkten Vergleich.“

Bei Krajczy reifte an Ostermontag eine bittere Erkenntnis: „Wir sind einfach noch nicht reif genug. Wir hätten es einfach nicht verdient, da oben zu stehen“, sagte Olfens Coach.

In Darfeld – mit Tabellenplatz drei vielleicht die Überraschungsmannschaft der Liga – führte ein direktes Freistoßtor zehn Minuten vor dem Abpfiff zur vierten Olfener Saisonniederlage. Die Entfernung: gut 22 Meter. Der Ball schlug unhaltbar für Christian Götz im Olfener Gehäuse ein. „Ein wirklich schönes Tor. Ich weiß nicht, ob er den in dieser Saison noch einmal so macht“, sagte Krajczy. Seine Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt, „auch wenn der uns auch nicht gereicht hätte.“

In Hälfte eins habe seine Mannschaft, die mit Max Müller, Niklas Mählmann und Murat Cengiz drei Stürmer aufbot, gute Möglichkeiten gehabt. Vier Gelegenheiten notierte Krajczy. „Wir haben es aber nicht gut genug ausgespielt“, kritisierte er. Krajczy beschrieb auch, wie seine Mannschaft im zweiten Durchgang nachließ. „Wir waren bemüht, aber oft fehlte die Zielstrebigkeit. Wir waren einfach nicht gierig genug“, sagte er. Man merke, dass ein Führungsspieler wie Michael Karwot verletzungsbedingt fehlt. „Kein Vorwurf an die Einstellung, aber man muss sagen, dass im Moment einfach nicht mehr geht“, sagte Krajczy noch.

Für Hauptkonkurrent Billerbeck steht übrigens ein vermeintlich leichtes Restprogramm an. Coesfeld und Olfen-Bezwinger Darfeld heißen noch Billerbecks Gegner aus dem oberen Drittel.

Team und Tore
SuS:
Götz - Rischen, Hellmich, Köster, Brüse, Kilian, Zolda (71. Wilhelm), Frings (71. Böttcher), Cengiz, Müller (63. Meier), Mählmann
Tor: (80.)

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