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Schüler wollen keinen Samstagsunterricht

SELM Samstagsunterricht? Egal ob in der 13 oder in der 5: Selmer Gymnasiasten wollen nicht auch noch am Samstag die Schulbank drücken.

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Will nicht immer nur lernen: Carina Beck Foto: Verena Uebbert

Spielt samstags Fußball im Verein: Julian Vehring.

Das NRW-Schulministerium plant ständig etwas Neues. Künftig soll den Schulen freigestellt werden, jeden Samstag zu unterrichten. Bisher sind nur zwei Samstage im Monat möglich. Opposition und Gewerkschaften kritisieren die Pläne, die Elternschaft scheint dagegen nicht abgeneigt. Aber wie sieht es mit der Meinung der Schüler aus, zum Beispiel am Selmer Gymnasium? Immerhin müssen sie wegen der verkürzten Schulzeit immer häufiger auch nachmittags die Schulbank drücken.

Bei den Selmer Gymnasiasten stößt das Vorhaben auf geschlossene Ablehnung.

Viktoria Karsch aus der 13. Klasse meint: "Wir haben ja jetzt auch schon Nachmittagsunterricht. Das ist auf jeden Fall besser als jeden Tag nur bis eins Schule zu haben und dafür am Wochenende hinzugehen." Svenja Flamme (auch 13. Klasse) ist ebenfalls dieser Meinung: "Ich gehe lieber fünf mal lange als sechs mal kurz zur Schule. Zwei freie Tage braucht man schon."

"Die Sportvereine würden aussterben", befürchtet Erik Hildebrandt (13. Klasse) und ergänzt: "Ich hätte lieber Nachmittagsunterricht, dafür aber eine ordentliche Mittagspause."

Probleme dabei, Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen, erwartet auch der Siebtklässler Julian Vehring (Foto): "Ich fände das nicht so gut. Ich treffe mich am Wochenende oft mit Freunden und bin im Fußballverein. Die Turniere und Spiele sind ja oft am Samstag."

Motivation wird genommen

Andrea Buchta (13. Klasse) glaubt, dass die Verkürzung des freien Wochenendes der Arbeitsmoral schaden würde: "Ich finde wir Schüler brauchen auch einige Tage für unsere Freizeit. Ein verkürztes Wochenende nimmt einem die Motivation für den Rest der Woche."

Auch die frisch eingeschulten Fünftklässler scheinen von der Idee des Samstags-Unterrichts nicht viel zu halten. So fordert Carina Beck (Foto): "Wir wollen auch mal was anderes als nur lernen, lernen. Dann nehmen die uns ja auch noch unsere freien Tage weg."

"Wann könnten denn dann mal Freundinnen bei mir übernachten?", fragt sich Vivien Wendt (5. Klasse). "Und es lohnt sich auch nicht, wenn wir nur einen Tag zu meiner Oma fahren!" so Sarah Beck (ebenfalls Klasse 5). Bald auch öfter nachmittags zu büffeln, ist für die Freundinnen dagegen kein Problem.  

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Will nicht immer nur lernen: Carina Beck Foto: Verena Uebbert

Spielt samstags Fußball im Verein: Julian Vehring.

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