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Erste Azubinale in Selm

Selmer Schüler lernen Ausbildungsbetriebe beim Speed-Date kennen

Selm Zum ersten Mal hat am Donnerstag die Selmer Azubinale stattgefunden. Im Bürgerhaus sollten sich Schüler und Ausbildungsbetriebe bei dem Angebot unkompliziert kennenlernen. Statt um viel Theorie ging es bei der Azubinale ums Mitmachen.

Selmer Schüler lernen Ausbildungsbetriebe beim Speed-Date kennen

An der Station der Bären-Apotheke konnten die Jugendlichen unter dem Mikroskop einen Blick auf unterschiedliche Arzneiteesorten werfen. Foto: Karim Laouari

Vor der Ausbildung steht die Frage: Welcher Beruf ist der richtige für mich? Um Jugendliche dabei zu unterstützen, auf diese wichtige Frage eine passende Antwort zu finden, haben das Übergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Selm, die Kausa Servicestelle Hamm/Kreis Unna und der Rotary Club (RC) Selm Kaiser Barbarossa die erste Selmer Azubinale ins Leben gerufen. Die fand am Donnerstag im Bürgerhaus statt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Worum ging es bei der Azubinale genau?

Die neunten Klassen der weiterführenden Schulen in Selm sollten aus erster Hand erfahren, worauf es bei den verschiedenen Berufen und bei den Ausbildungen ankommt. Dazu hätten die Unternehmen an verschiedenen Ständen Mitmach-Aktionen vorbereitet, um die Berufe darzustellen, erklärte Monika Raman vom Übergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Selm. Eingeladen waren nur Betriebe, die entweder aus Selm stammen oder Filialen in Selm haben. Vertreten waren: Autohaus Rüschkamp, die Bären-Apotheke, Clever Fit Selm, die Creios GmbH, die Deutsche Post, Geiping, Hellweg, Interhydraulik, die Kanzlei Skok & von Bohlen, Rewe Gawdi, Saria, die Seniorenresidenz Selm, die Sparkasse an der Lippe, die Stadtwerke Selm, die Tischlerei Rotte und Vieth Elektrotechnik.

Selmer Schüler lernen Ausbildungsbetriebe beim Speed-Date kennen

Die Azubis des Borker Familienunternehmens Vieth Elektrotechnik demonstrierten, wie Datendosen angeschlossen werden. Foto: Karim Laouari

Was hatten die Betriebe für die Azubinale vorbereitet?

Eins wurde deutlich: Die Unternehmen kamen gut vorbereitet zu der Veranstaltung. Statt Frontalunterricht und Vorträgen über das Berufsbild, konnten die Schüler ausprobieren, selbst zum Werkzeug greifen – wie zum Beispiel bei der Tischlerei Rotte oder bei Vieth Elektrotechnik – oder, an der Station der Bärenapotheke, durch das Mikroskop sehen und verschiedene Arzneitees im Detail betrachten. 20 Minuten Zeit hatten die Betriebe, um sich und die Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen – ein wenig, wie beim Speeddating. Dann signalisierte ein kurzer Musik-Einspieler, dass die Schüler zur nächsten Station wechseln sollten.

Wie kam das Angebot bei den Beteiligten an?

Während die Schüler ausprobierten und die 20 Minuten aufmerksam zuhörten, fiel das Fazit der Betriebe positiv aus: Handwerksmeister Dominik Vieth vom gleichnamigen Familienunternehmen stellte fest, dass bei vielen Schülern das Interesse für sein Handwerk da sei. Und für diejenigen, die sich mit der Elektrotechnik oder anderen Branchen nicht anfreunden könnten, sei die Azubinale ebenfalls ein Gewinn. „Ein Berufspraktikum kann man dadurch zwar nicht ersetzen, aber es ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf ein solches Praktikum“, erklärte Vieth.

Selmer Schüler lernen Ausbildungsbetriebe beim Speed-Date kennen

Zum ersten Mal haben unter anderem die Stadt Selm, die Kausa Servicestelle Hamm/Kreis Unna und der der Rotary Club Selm - Kaiser Barbarossa zur Azubinale im Selmer Bürgerhaus eingeladen. 260 Schüler der neunten Klassen haben Selmer Unternehmen und Ausbildungswege kennengelernt Foto: Karim Laouari

Wie an den meisten anderen Ständen auch, haben die Auszubildenden von Vieth Elektrotechnik den Stand und die Praxis-Übung vorbereitet. Das sei eine Investition vonseiten der Betriebe, so Vieth – vor allem von Zeit. Allerdings sei der Fachkräftemangel im Handwerk spürbar und eine Investition in den Nachwuchs wichtig.

Und was sagen die Organisatoren?

Das erste Zwischenfazit fiel gegen Mittag positiv aus. Zeynep Kartal vom Verein Multikulturelles Forum sagte, dass es bereits nach den ersten beiden Runden vorbereitende Gespräche für Praktika gegeben habe. Auch der Rotary Club, der die Azubinale sowohl finanziell als auch mit freiwilligen Helfern unterstützte, zog ein positives erstes Fazit. Margot Berten vom Rotary Club Selm lobte die „bemerkenswerte Atmosphäre“ im Bürgerhaus und das „große Interesse der Schüler“.

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