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St. Trinitatis-Gemeinde will Pfarrhaus abreißen

BORK Weil das Pfarrhaus und das Walter-Gerhard-Haus nicht mehr zu sanieren sind, will die evangelische Gemeinde beides abreißen lassen. Rund um die St. Trinitatis-Kirche sollen Wohnanlagen entstehen.

St. Trinitatis-Gemeinde will Pfarrhaus abreißen

Pfarr- und Walter-Gerhard-Haus (r.) sollen abgerissen werden. An dieser Seite der Kirche ist ein Anbau geplant

Im Bereich der St.Stephanuskirche findet mit dem Bau der Seniorenwohnungen eine Veränderung statt. Neu ordnen möchte auch die evangelische Kirchengemeinde den Bereich um die St.-Trinitatis-Kirche.

"Ein Gutachten hat uns bescheinigt, dass das Pfarrhaus und das Walter-Gerhard-Haus wirtschaftlichen Totalschaden haben“, erklärte Pfarrer Jörg Rudolph im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Das Pfarrhaus werde schon seit längerem wegen Schimmelbefall nicht mehr genutzt, auch das Gemeindehaus weise erhebliche Schäden auf. Dort sei ein Renovierungsstau von rund 400 000 Euro aufgelaufen. „Wir haben uns entschlossen, den gesamten Bereich neu zu ordnen und das Gemeindezentrum zukunftsfähig zu gestalten.“ Wie Jörg Rudolph ergänzte, müsse man sich den geringer ausfallenden Kirchensteuren und der abnehmenden Zahl der Gemeindemitgliedern stellen.

Kirche und Kindergarten sind in gutem Zustand

Die ersten Pläne stellte Architekt Klaus Dieterle aus Arnsberg, er hat auch die Seniorenwohnungen an der katholischen Kirche geplant, aus Arnsberg vor. Das Pfarr- und Walter-Gerhard-Haus, beide Gebäude wurden 1967 erbaut, sollen abgerissen werden. Dieterle: „Die Kirche und der Kindergarten befinden sich in einem guten Zustand. Die Kirche soll nun in den Mittelpunkt einer kleinen Wohnanlage gerückt werden.“ So sind zur Waltroper Straße drei zweigeschossige Gebäude mit einem Satteldach vorgesehen. Zwischen ihnen soll es zwei Freiräume von rund sechs Metern geben.

Standort der St. Trinitatis-Kirche:

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Für die Gebäude, die besonders für Familien mit jungen Kindern vorgesehen sind, ist ein Länge von 18 Metern vorgesehen. Von der Humboldstraße aus sind zwei Strichstraßen rechts und links der Kirche geplant. Nach dem Wegfall des Walter-Gerhard-Hauses soll ein neuer Gemeindesaal an die Kirche angebaut werden. Pfarrer Jörg Rudolph: „Wir wollen dann auch den Kirchenraum mehr nutzen.“ So würden die Bänke durch Stühle ersetzt, denn so könne der Kirchenraum gemeinsam mit dem neuen Gemeindesaal genutzt werden. Die Gemeindemitglieder würden dann durch das neue Foyer die Kirche betreten.

 „Wir denken, dass dieser Bereich besonders für junge Familien interessant ist, da Schule und Kindergarten ganz in der Nähe liegen.“ Für die Baumaßnahmen ist ein Investor gefunden worden. „Mit diesen Veränderungen glauben wir, dass die evangelische Kirche in Bork für die Zukunft dann auf gesunden Füßen stehen wird,“ so der Pfarrer.

Pläne stoßen auf Kritik bei Politikern

Doch die Pläne stießen bereits bei der ersten Vorstellung auf wenig Gegenliebe der Politik. Besonders mit den geplanten Wohnhäusern an der Waltroper Straße ist man nicht einverstanden. „Will die Kirche sich etwa verstecken?“ so die Frage vom SPD-Ratsherr Christian Kurek. Denn die Kirche sei von der Waltroper Straße dann kaum noch zu sehen. Heftige Kritik auch von Maria Lipke (UWG): „Wenn das einmal so gebaut ist, prügelt man uns aus dem Dorf.“

Für das, was bei der katholischen Kirche passiert sei, würde man schon jetzt deutliche Kritik hören. „Wir dürfen nicht zulasssen, dass die Kirche zugebaut wird.“ Auch Hans-Hermann-Gosch von der CDU erklärte, eine andere Sichtbeziehung von der Walroper Straße sei wünschenswert. So forderte der Ausschuss die Planer auch auf, über eine andere Möglichkeiten an der Waltroper Straße nachzudenken. Die politischen Gremien werden sich noch oft mit diesem Thema befassen.

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