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Vandalismus: Bilder zeigen den Alltag

SELM Ein zerbeultes Fahrrad, ein kaputter Kaugummi-Automat. Ein verwüsteter Raum, eine beschmierte Wand. Und eine zertrümmerte Scheibe. Bilder der Verwüstung, die seit Anfang dieser Woche im Eingangsbereich der Otto-Hahn-Realschule zu sehen sind.

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Mutig? Cool? Schlau? Diese Bilder sollen zum Nachdenken anregen.

Marlene Brentrup, Laura Focke, Tanja Muskatewitz und Eduard Lebsack (Klasse 5d).

Benedikt Hülsbusch, Klasse 10b.

Auf jeder dieser Schwarz-Weiß-Fotografien prangt ein knalliger roter Schriftzug. Mutig, cool, schlau, kreativ, witzig steht da. Allerdings mit einem Fragezeichen versehen. Die Ruhr Nachrichten wollten von den Schülern wissen, was sie darüber denken und was es mit diesen Bildern wohl auf sich hat. Marlene Brentrup, Eduard Lebsack, Laura Focke und Tanja Muskatewitz aus der Klasse 5d sind sich da nicht ganz sicher. "Vielleicht hatte das mal eine Klasse als Thema im Unterricht und es dient jetzt zur Flurverschönerung."

Sich Gedanken machen

Die Achtklässler Nadine Hüser, Judith Wulfert, Linda Munko und Alona Welischanski glauben dagegen an einen anderen Hintergrund: "Das sind Bilder gegen Gewalt. Darüber soll man sich Gedanken machen."

Und Benedikt Hülsbusch aus der Klasse 10b ist davon überzeugt, dass die Fotos Missstände demonstrieren sollen. "Ich finde es wichtig, dass die Bilder da hängen. Sie zeigen leider den Alltag." Auch die Schülerinnen Tanja Overhage, Stefanie Schmidt und Janina Bergmann aus der Klasse 10c haben sich die Bilder schon einige Male angeschaut. Darüber nachgedacht, dass die Fotos nicht inszeniert, sondern vor ihrer Haustür in Selm entstanden sind, aber hatten sie bislang nicht. "Erst jetzt ist mir bewusst geworden, dass die Bilder genau das widerspiegeln, was hier in Selm und in der Umgebung passiert", so Tanja Overhage.

Wo ist der Sinn?

Gregor Wittkamp, Frederik Albers (10. Klasse) sowie Wyona Wambrecht und Laura Brabandt aus der sechsten Klasse gefallen die Bilder. Schon einige Male hätten sie sich nach dem Sinn solcher Taten gefragt. Wyona Wambrecht: "Mich wundert es, dass die Lehrer die Bilder noch nicht angesprochen haben. Es gibt so viel über sie zu reden."

Noch aber werden die Bilder bewusst nicht zum Thema gemacht. Fest steht nur: Die gleichen Fotos werden in den nächsten Wochen auch an allen anderen weiterführenden Schulen in Selm zu sehen sein. Und sollen dann auch die Schüler am Städtischen Gymnasium, an der Pestalozzischule und an der Erich-Kästner-Hauptschule zum Nachdenken bringen. 

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Mutig? Cool? Schlau? Diese Bilder sollen zum Nachdenken anregen.

Marlene Brentrup, Laura Focke, Tanja Muskatewitz und Eduard Lebsack (Klasse 5d).

Benedikt Hülsbusch, Klasse 10b.

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