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Beim Stadtradeln ist noch Luft

68 Teilnehmer bei der Auftakttour

68 Zweiradfahrer sind am Sonntag zum Auftakt des dreiwöchigen Stadtradelns nach Werne gefahren. Ganz zufrieden war der ADFC-Chef aber trotzdem nicht.

Selm

von Sylvia vom Hofe

, 03.06.2018
Beim Stadtradeln ist noch Luft

Die Auftakttour führte von Selm über Ondrup, Südkirchen und Capelle nach Werne. © Foto: Sylvia vom Hofe

Beste Radler-Stadt des Kreises Unna und drittbeste im Land NRW: „Wir hatten 2017 fast 200.000 Kilometer geschafft“, ruft Christian Jänsch am Sonntag den 68 Fahrradfahrern zu, die sich vor dem Bürgerhaus versammelt haben. „In diesem Jahr wollen wir noch darüber liegen.“

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Auftakt Stadtradeln

68 Radler sind am Sonntag zur gemeinsamen Tour nach Werne gestartet: der Auftakt des dreiwöchigen Stadtradelns.
03.06.2018
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Und los: Am Sonntag ist das Stadtradeln losgegangen. In Selm hatte sich eine Gruppe aus rund 70 Radlern am Morgen am Bürgerhaus zusammengefunden, um gemeinsam Richtung Werne zu fahren - und so ein paar Kilometer auf das Selmer Konto zu bringen.© Marie Rademacher
Gemeinsam für Selm und fürs Klima radeln: Das macht Spaß.© Marie Rademacher
Ankunft in Werne. Auf dem Marktplatz, wo sich auch Radler aus Kamen, Bergkamen und Lünen waren, trafen sich Selms Bürgermeister Mario Löhr (l.) und Wernes Bürgermeister Lothar Christ (r.).,
Christiane Jänsch verzichtet auf ein E-Bike und setzt allein auf Muskelkraft. Die Ehefrau von ADFC-Chef Christian Jänsch freut sich über neue Bekannntschaften während der Tour.
Nicht nur über den Klimawandel reden, sondern selbst etwas dagegen tun. Das empfiehlt hristel Seier aus Bork, Sie sieht im Stadtradeln die Chance, "ein Zeichen zu setzen".
Jan Hake (12) gehlrte Zu den jüngsten Teilnehmern der Auftakttour. "Eigentlich bin ich Mountain-Biker", sagt der Cappenberger, der für den örtlichen Tennisclub TTC bei Stadtradeln an den Start geht. Der Bike-Park in Winterberg sei ein emofehlenswertes Ziel für alle Biker. "Ich fahre aber auch hier gerne mit", sagt er.
Seit Februar 2017 leitet Doris Krug nicht nur die Familienbildungsstätte in Selm, sondern zusätzlich auch die noch etwas größere in Werne. "Immer öfter fahre ich auch von Selm zur Arbeit nach Werne", sagt das ADFC-Mitglied.
Ankunft in Werne. Die Gruppe aus Selm vor der Werner Stadtverwaltung.
Michael Merten, Chef des Stadtsportverbandes, radelt im Jahr rund 1000 bis 1500 Kilometer. Allerdings sei er "ein Schönwetterradler", sagt er. Das Wetter beim Auftakt der Stadtradelveranstaltung war am Sonntag also perfekt für ihn,
Selms Bürgermeister Mario Löhr gibt zu, eher selten das Fahrrad zu nehmen. Auswärtige Termine und der Anzugzwang dabei ließen das kaum zu. "Aber dass sich so viele anstecken lassen von der Idee, ist schon toll." Dass Selm es wieder schafft, an die 200.000 Kilometer zusammenzuradeln wie im vergangenen Jahr, wünscht er allen Teilnehmern.
Holger Stiller aus Selm freut sich über die gute Stimmung während der Auftakttour: "Das Stadtradeln ist ein schoner Ansporn, häufiger das Rad zu nutzen als ohnehin schon. In Gemeinschaft zu radeln, macht dabei auch noch mehr Spaß als alleine."
Die Auftakttour führte von Selm über Ondrup, Südkirchen und Capelle nach Werne.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Auftakttour führte von Selm über Ondrup, Südkirchen und Capelle nach Werne.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein sportliches Ziel, das der Sprecher der Selmer Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) da ausgibt. Denn 2017 war die Beteiligung zu Beginn der bundesweiten Stadtradelaktion höher als in diesem Jahr.“ „Aber was noch nicht ist, könne ja noch werden“, sagt er, schwingt sich auf sein Rad und fahrt an die Spitze der Gruppe.

Zur Bergehalde

Ob bei einer der geführten Touren des ADFC – die nächste führt am Freitag, 8. Juni, 10 Uhr, ab Amtshaus Bork zur Bergehalde Großes Holz – , auf dem täglichen Weg zur Arbeit und zur Schule oder während eines Ausflugs: „Jeder Kilometer zählt“, sagt Norbert Zolda von der Stadt Selm. Und das hat einen doppelten Sinn. Die Städte wetteifern bundesweit, wer in drei Wochen am meisten Strecke macht. Gleichzeitig zähle jeder Kilometer, der nicht mit dem Auto zurückgelegt werde, für das Klima, sagt Christel Seier aus Bork, die mit ihrem Mann die Auftakttour über Südkirchen und Capelle nach Werne begleitet.

Michael Merten, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, sieht auch den gesundheitlichen Aspekt. Wer Rad fährt, tue etwas für die Fitness „und erlebt hier eine tolle Gemeinschaft“.

Bis zum Ende der Aktion am 23. Juni können sich Selmer und Pendler, die in Selm arbeiten, anmelden beim Stadtradeln.