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Beschluss zur Berkelmühle in Stadtlohn:

Berkelmühle bekommt stählernen Begleiter

Stadtlohn. Der Bauausschuss hat die Weichen für das neue Erscheinungsbild der Berkelmühle gestellt. Die Mühle erhält einen runden Begleiter aus Stahl und Glas.

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So soll die Berkelmühle mit freigestelltem Treppenhaus mit Cortenstahl-Verkleidung aussehen.

Foto: Ansicht Farwick + Grote Architekten

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Noch räumen die Abrissbagger das Umfeld der Berkelmühle auf.

Foto: Stefan Grothues

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Blick auf das Mühlengelände der Zukunft. Westlich der Berkelmühle ist das außenliegende runde Treppenhaus zu erkennen, östlich das geplante Smartel (Hotel).

Foto: Lageplan Farwick + Grote

Nach dem Abriss des Berkelmarktes ist die Berkelmühle von einem Trümmerfeld umgeben. Aber schon jetzt ist klar: Durch die Freistellung rückt die die Architektur des historischen Gebäudes ins Blickfeld der Stadt. Der Planungs- und Bauausschuss hat in dieser Woche den vom Architekten Heiner Farwick vorgestellten Entwurf zum Umbau der Berkelmühle beschlossen. Markanteste Neuerung: Die Mühle erhält ein freistehendes Treppenhaus. Hier sind Fragen und Antworten zum Thema.

Warum erhält die Mühle ein außenliegendes Treppenhaus?

Der Brandschutz erfordert zwei getrennte Treppenhäuser, wenn die Mühle von vielen Menschen genutzt wird. Und das ist ja das Ziel. Für die notwendige Barrierefreiheit ist zudem ein Aufzug erforderlich. Theoretisch wären zwei innenliegende Treppenhäuser denkbar. „Wir haben verschiedene Varianten durchgespielt“, so Architekt Heiner Farwick. Am Ende schlug er die Lösung vor, westlich der Mühle ein freistehendes Treppenhaus zu errichten.

Aus welchem Material besteht der Treppenturm?

Das Turmäußere ist mit Platten aus Cortenstahl verkleidet, der eine Patina aus Rost entwickelt. Der Treppenturm hat einen Durchmesser von sechs Metern. Die Treppe wird um den Aufzug herumgeführt. Der freistehende Turm ist über verglaste Stege mit dem Mühlengebäude verbunden.

Wäre ein Turm aus Ziegelstein nicht passender?

Richard Henrichs (Grüne) sagte im Ausschuss: „Ich kann mich nicht ganz mit dem Aussehen des Treppenhauses anfreunden, es wirkt ein wenig wie ein Silo.“ Auch Bernd Schönig (FDP) zeigte sich skeptisch und überlegte, ob ein Ziegelsteinverblender nicht passender wäre. Heiner Farwick vertrat eine andere Auffassung: „Wir haben eine neue Nutzung an ein historisches Gebäude angefügt und durch Freistellung sichtbar gemacht. Es sollte nicht verschmelzen, was nicht zusammengehört.“ So sah es auch die große Mehrheit im Ausschuss. Cäcilia Völker (CDU): „Das ist ein sehr guter Vorschlag. Der Architekt hat viele Möglichkeiten durchgespielt und ein rundum geschlossenes Konzept entwickelt.“

Wie wird die Mühle nach dem Umbau genutzt?

Im Sockelgeschoss nutzt das SMS-Stadtmarketing mit Tourismusinformation 93 Quadratemter. Für die Gastronomie sind im Erdgeschoss 154 Quadratmeter eingeplant, für das „Haus der kleinen Forscher“ 210 Quadratmeter und für den Unternehmensverband AIW 47 Quadratmeter. Auf den 120 Quadratmeter großen Saal im 2. Obergeschoss freut sich der Architekt besonders: „Das wird ein imposanter, bis zu vier Meter hoher Raum unter dem Dach.“ Er soll multifunktional für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden.

Wer wird die Gastronomie betreiben?

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sie ist auch nicht Sache des Bauausschusses. Die Stadt Stadtlohn steht in dieser Frage in engem Kontakt mit dem Verein „Interkulturelle Bildungsprojekte“ (IBP) mit Sitz in Coesfeld. Mit Billerbecks Bahnhof und Alter Hof Schoppmann in Darup betreibt der gemeinnützige Verein bereits zwei integrative Gastronomieprojekte. Der Rat will sich die Projekte in Kürze vor Ort anschauen und dann entscheiden.

Was kostet der Umbau – und wer bezahlt das?

Nach Angaben des Architekten Heiner Farwick belaufen sich die Gesamtkosten für den Mühlenumbau ohne Gestaltung des Außenbereichs auf 2,52 Millionen Euro. Inbebegriffen sind knapp 230.000 Euro für „Unvorhergesehenes“. Für das Regionale-2016-Projekt ist eine Förderung bei der Bezirksregierung beantragt. Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp: „Wir rechnen mit einer 60-Prozent-Förderung aus Landes- und Bundesmitteln. Die restlichen 40 Prozent trägt die Stadt.“

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So soll die Berkelmühle mit freigestelltem Treppenhaus mit Cortenstahl-Verkleidung aussehen.

Foto: Ansicht Farwick + Grote Architekten

180303sl-mühle
Noch räumen die Abrissbagger das Umfeld der Berkelmühle auf.

Foto: Stefan Grothues

180303sl-mühle-Lageplan
Blick auf das Mühlengelände der Zukunft. Westlich der Berkelmühle ist das außenliegende runde Treppenhaus zu erkennen, östlich das geplante Smartel (Hotel).

Foto: Lageplan Farwick + Grote

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