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Betreuung muss sich lohnen

Stadtlohn Ab dem 1. Januar sollen Tagesmütter ihre Einkünfte versteuern. "Die Voraussetzungen für so einen Schritt fehlen", meinen die Mitglieder des Tagesmüttervereins. Sie wollen in einer Podiumsveranstaltung informieren und diskutieren.

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"Für mich stellt sich ganz klar die Frage, ob sich meine Tätigkeit als Tagesmutter noch lohnt", sagt Vorstandsmitglied Bärbel Richter. Diese Frage stellen sich derzeit viele der circa 70 im Dekanat in der Tagespflege Tätigen. Denn nicht nur die Besteuerung soll kommen. Auch Krankenversicherung und zusätzliche Sozialabgaben werden künftig fällig.

Harte Einschnitte

"Wir wehren uns nicht generell dagegen, Steuern zu zahlen. Doch die Voraussetzungen dafür sind nicht gegeben", stellt Vorsitzende Waltraud Ostendarp-Deggerich klar. Bei einem Stundenlohn von vier Euro müssten viele Frauen draufzahlen, sollten die neuen Regelungen unverändert in Kraft treten. Besonders für alleinerziehende Tagesmütter seien harte Einschnitte zu befürchten.

"An uns werden einerseits sehr hohe Anforderungen gestellt, andererseits befinden wir uns aber in einem sehr unsicheren Beschäftigungsverhältnis", umschreibt sie die Situation. So müssten viele Voraussetzungen erfüllt werden, bevor Kinder in die Obhut übernommen werden könnten, Weiterbildungen auf eigene Kosten finanziert werden. Langfristige Planung über die Zahl der zu betreuenden Kinder und damit ein Überblick über die Höhe der Einkünfte hingegen seien nicht möglich. Schwerwiegende Einschnitte werden auch für die Eltern und Tageseinrichtungen erwartet. "Häufig steht und fällt die Berufstätigkeit mit der Betreuung durch die Tagesmütter. Viele haben Sorge, dass sie ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen. Wir wollen bei der Veranstaltung die vielfältigen Probleme aufzeigen, die aufkommen, wenn die geplanten Neuerungen greifen", meint Ostendarp-Deggerich. Darüber hinaus wünschen sich die Mitglieder des Tagesmüttervereins aber auch Antworten auf dringende Fragen.

Politik und Verwaltung

Sachkundige Gesprächspartner aus Politik und Verwaltung haben ihr Kommen zugesagt. So wird neben Bernhard Tenhumberg, MdL, auch ein Vertreter der bundespolitischen Ebene auf dem Podium Platz nehmen. Darüber hinaus werden sich Heinz-Josef Tönnes vom Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken, Beate Wittenbrink vom Fachbereich Jugend und Familie des Kreises, ein Vertreter einer ortsansässigen Krankenkasse und ein Steuerberater an der Podiumsveranstaltung am 13. November um 20 Uhr im Forum der Anna-Realschule beteiligen. Eingeladen sind insbesondere alle in der Tagespflege Tätigen sowie Eltern und Erzieher. kh

Informationen erteilt Waltraud Ostendarp-Deggerich unter Tel. (0 25 63) 72 73.

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