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Blauröcke auf Zukunftskurs

Stadtlohn Sie schlüpfen zu den unmöglichsten Zeiten in ihre blauen Uniformen, verlassen Sekunden später Familie oder Arbeitsplatz und nehmen die Gefahr in Kauf, bei ihrem "Hobby" selbst in brenzlige Situationen zu kommen: die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr in Stadtlohn.

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Am kommenden Wochenende feiern die Blauröcke mit der Bevölkerung in ihrer Wache am Steinkamp (siehe unten stehenden Artikel). Grund genug, im Gespräch mit Wehrführer Günter Wewers auszuloten, wo die Freiwillige Feuerwehr Stadtlohn heute steht.

90 aktive Wehrleute

Zwei Zahlen verdeutlichen die Entwicklung: 55 Aktive zählte die Wehr, als sie 1979 ihr Domizil am Steinkamp bezog - inzwischen stehen 90 Floriansjünger parat, um im Ernstfall zu löschen, zu bergen und zu retten. Das klingt viel, es dürften aber noch etwas mehr sein: Nach den aktuellen Richtlinien wäre eine Stärke von 132 Feuerwehrleuten für eine Stadt von der Größe Stadtlohns anzupeilen. Auch wenn es unrealistisch erscheint, in kurzer Zeit diese Sollzahl zu erreichen - die Freiwillige Feuerwehr in Stadtlohn will möglichst viele junge Leute dazu gewinnen, in ihre Reihen einzutreten. "Und das schließt Frauen ausdrücklich mit ein", betont Günter Wewers. Bislang gibt es erst zwei Feuerwehrfrauen in Stadtlohn. Der Gesetzgeber steckt inzwischen auch für den Einsatz der Feuerwehren genaue Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund entsteht für Stadtlohn ein Brandschutzbedarfsplan. Darin findet auch eine zeitliche Vorgabe ihren Niederschlag: Das Ziel müsse es sein, in acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort einzutreffen - in Gruppenstärke. "Da wollen wir den Erreichnungsgrad möglichst hoch haben", stellt sich Wewers mit seiner Wehr dieser Herausforderung.

Aber der Brandschutzbedarfsplan legt noch mehr fest: wie die Wehr ausgestattet sein muss, um Gefahren optimal abwehren zu können - vor allem auch angesichts der heutigen Größe und Ausdehnung von modernen Gebäuden. Da hofft die Wehr nicht zuletzt auf eine eigene Drehleiter.

Vorbeugende Arbeit

Eine ganz andere Ausrüstung benötigen die Blauröcke, wenn sie zu ihren liebsten Einsätzen ausrücken: der Brandschutzerziehung in den Schulen und Kindergärten, aber auch in Betrieben. Eine sinnvolle Aufgabe, findet Wewers. "Viele wissen immer noch nicht, wie wichtig ein Rauchmelder ist", nennt er nur eines von vielen Beispielen, wo die Freiwillige Feuerwehr gefragt ist - und ganz selbstverständlich auch diesen Dienst am Nächsten übernimmt. to

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