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"Die Türen" aus Westfalen

Stadtlohn Wenn Westfalen in Berlin zusammen Musik machen - dann kann das gut klingen und vielen Leuten Spaß machen. Ein Beispiel: "Die Türen". Grob würde er die Musik seiner Band "ins Popfach stecken", beschreibt Maurice Summen.

"Die Türen" aus Westfalen

<p>Fünf Westfalen verpacken Sprachwitz in deutschen Pop mit Punk und Funk-Einflüssen - die Berliner Band "Die Türen": (v. l.) Ramin Bijan, Markus Spin, Gunther Osburg, Michael Mühlhaus und Maurice Summen. bukee-pr</p>

Der 33-jährige Frontman der "Türen" ist Westfale in Berlin - aus Wenningfeld. Geboren im Maria-Hilf-Krankenhaus, getauft in der St. Joseph-Kirche, das ABC in der Hordtschule gelernt. Und nun Musiker und Labelbetreiber in der Hauptstadt, "und ab und zu Musikjournalist".

Nachbarjungen

Bei den "Türen" an seiner Seite: Ramin Bijan, "200 Meter entfernt von mir in Wenningfeld aufgewachsen". Der Dritte im Westfalen-Kern der Berliner Band ist Gunther Osburg aus Coesfeld-Lette. Zusammen mit Michael Mühlhaus aus Schwerte und Markus Spin aus Borghorst haben die Drei im November das dritte Album der "Türen" herausgebracht: "POPO". 2004 landete die Band mit ihrem Debütalbum "einen Überraschungserfolg", wie Summen im Gespräch mit der Münsterland Zeitung zurückblickt: "Da waren wir gleich viel auf Tour und haben die zweite Platte nachgelegt." Die Fangemeinde wuchs, wozu sicher auch die Tour mit der Band "Die goldenen Zitronen" beitrug. Nun ist die dritte "Platte" draußen, für die Summen die meisten Texte geschrieben hat. Und die Musik? Einflüsse von den "Talking Heads" oder auch vom Hamburger Musiker Rocko Schamoni liefern den "Türen" die passende Instrumentierung zum Sprachwitz der Songs, den Summen nicht nur als Texter sondern vor allem als Sänger dem Publikum nahebringt.

Erste Band mit 13

Wie schon bei "Crack Attack", "High D" oder "Johnny-Cash-Fanclub" - den Bands, in denen Maurice Summen "zu Stadtlohner Zeiten" aktiv war. Im Keller der Marienschule probte er erstmals als 13-Jähriger mit einer Band, "das ging dann so weiter bis ich ungefähr 20 war." Die Schule? Eine "Holter-die-Polter-Karriere" mit letztlich doch noch einem Fachhochschulreifeabschluss in Ahaus, wie der 33-Jährige fast altersweise zurückblickt: "Ich war ein schlechter Schüler."

Nicht aber in musikalischer Hinsicht: In der Musikschule Vreden lernte er Schlagzeug, "Bass, Gitarre, E-Gitarre und Keyboard haben mir Freunde beigebracht", zählt er auf. Jobben in Plattenläden und als DJ sowie Musik machen in Bocholt, Bochum und Köln war bis 2001 angesagt - dann ging er nach Berlin und traf dort Ramin und Gunther wieder. Sie gründeten "Die Türen", mit denen sie auch mal ein "Heimatkonzert" machen wollen. Im Februar sind sie in Düsseldorf (26.) und in Oberhausen (27.) zu hören. ewa

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