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Einblick ins Leben der Abgeordneten

Stadtlohn "Das 18. Lebensjahr vollendet, Deutsche Staatsbürgerschaft und mindestens drei Monate den 1. Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen (...)." Thomas Schneider, Mitarbeiter des Besucherdienstes im Landtag, blickt während seiner Einführung in die parlamentarische Arbeit ind Runde seiner Zuhörer: "Welche Voraussetzungen müssen denn sonst noch vorliegen, um einen der 187 Sitze im Plenum zu erhalten oder auf der Regierungsbank Platz nehmen zu können?"

Pointiert bindet er zwei Klassen der Jahrgangsstufe 10 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in seinen Vortrag ein - die Mehrzahl davon Mädchen aus Stadtlohn, Südlohn und Gescher. Aber warum sind unter den Abgeordneten so wenige Frauen vertreten (zurzeit weniger als 28 Prozent), obwohl sie einen Bevölkerungsanteil von 52 Prozent stellen? Welche einflussreiche Rolle haben die politischen Parteien bei den Kandidaturen?

Er berichtet, wie sich die Abgeordneten untereinander organisieren und welche Befugnisse eine Volksvertretung hat. Im Dialog mit dem Landtagsbediensteten erfahren die jungen Gäste im Vortragssaal und auf der Tribüne auch Aufschlussreiches aus der Parlamentsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert - und warum es sich lohnt, wählen zu gehen.

Dabei gelingt es Schneider mit seinem rheinischen Esprit den Bogen bis zum aktuellen politischen Tagesgeschehen im hohen Hause zu schlagen - und die Gäste aus dem Kreis Borken mit einzubeziehen.

Von Tierschutz bis ÖPNV

Im anschließenden Abgeordnetengespräch sind die Münsterländer an diesem Dienstag dann wieder unter sich. Mit der Südlohnerin Stefanie Wiegand, "seit 1958 die erste SPD-Landtagsabgeordnete für den Altkreis Ahaus", wie sie betont, diskutieren die Jugendlichen landespolitische Entscheidungen über Schule und Weiterbildung, Tierschutzbelange, Freizeitangebote, NPD-Anhängerschaft, Öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum sowie den Umgang von Abgeordneten und Fraktionen untereinander. Zum Ausklang stand am Nachmittag ein selbst gestaltetes "Apr?s-Parlement" auf der Agenda - unter anderem auf der Kö und in der Altstadt.

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