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Elektroschock rettet Leben

Stadtlohn Ein Alptraum, der täglich Wirklichkeit werden kann: Im Büro, auf der Straße oder in der Schalterhalle einer Bank sackt plötzlich ein Mensch zusammen - sein Herz versagt.

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"Da kommt es auf die ersten Minuten an", weiß Dr. Ludwig Kuckuck. Der Stadtlohner Arzt engagiert sich bei der Feuerwehr und freute sich gestern morgen ganz besonders über ein neues Gerät, das Menschenleben retten kann: Die Sparkasse Stadtlohn hat den Floriansjüngern einen "Automatisierten Externen Defibrillator" (AED) überreicht. So unscheinbar er auch aussieht, so einfach und wirkungsvoll sei er in der Handhabung: Denn auch ein Ersthelfer kann damit einen Betroffenen wiederbeleben - ohne Angst haben zu müssen, Schaden anzurichten: "Das Gerät misst selbstständig, ob ein Stromschlag nötig ist", so Kuckuck.

Denn selbst im besten Fall vergingen oft wertvolle Minuten, bis ein alarmierter Rettungswagen an Ort und Stelle sein könne - Zeit, in der die Chance zur Wiederbelebung verrinnt. "Statistisch gesehen kommt es jährlich bei einem von 500 Menschen in Deutschland außerhalb von Krankenhäusern zu einem solchen medizinischen Notfall", zeigte der Mediziner die Bedeutung des Problems auf.

Mitarbeiter geschult

"Wir sind auf das Thema gestoßen, als sich im vergangenen Jahr bei uns 15 Mitarbeitern zu Ersthelfern ausbilden ließen", berichtete Sparkassendirektor Karl-Heinz Bollmann. Sie können jetzt auch mit dem neuen, hauseigenen Defibrillator der Sparkasse umgehen - "für uns ein Anlass, einen Impuls über uns hinaus zu setzen", so Bollmann.

Deshalb hat das Kreditinstitut jetzt der Stadtlohner Feuerwehr ebenfalls ein AED-Gerät überreicht. Die Kosten von eigentlich 2300 Euro konnten durch Vermittlung der Björn-Steiger-Stiftung auf etwa 1900 gesenkt werden. "Für uns ist das natürlich eine sehr sinnvolle Sache", unterstrich Stadtlohns Wehrführer Günter Wewers. Oft seien Feuerwehrmänner als erste vor Ort, und bei manchem Einsatz stelle sich erst dort heraus, dass auch ein medizinischer Notfall vorliegt.

Und Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning hofft, dass noch viele Institutionen diesem Beispiel folgen. "Wir könnten uns so ein Gerät sicherlich auch im Rathaus vorstellen." to

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