Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gutschein-Idee soll an Kleingeld nicht scheitern

Erfolgsgeschichte mit kleinem Kratzer

Stadtlohn Der Stadtlohn-Gutschein schreibt eine Erfolgsgeschichte. Mit der stolzen Summe von rund 130.000 Euro hat er die Beschenkten erfreut – und den örtlichen Einzelhandel. Ärger gab es nun im Einzelfall ums Kleingeld.

Erfolgsgeschichte mit kleinem Kratzer

Über 9000 Stadtlohn-Gutscheine im Wert von rund 130.000 Euro wurden bereits verkauft. Foto: Stefan Grothues

Geschenke sollen Freude bereiten. Wer sich unsicher ist, was er schenken soll, kann mit dem Stadtlohn-Gutschein dem Beschenkten die die Entscheidung überlassen. Seit November 2016 gibt es diese Gutscheine im Wert von 5, 10, 20 und 50 Euro. Über 9000 Gutscheine wurden seither verschenkt. Eingelöst werden können sie bei über 50 Stadtlohner Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern – Tendenz steigend.

Die Erfolgsgeschichte hat aber einen kleinen Kratzer erhalten. Ratsfrau Andrea Wiggering-Circel (FDP) schilderte in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Stadtlohn ein Wechselproblem: „Es wird kein Restgeld ausgezahlt.“ So war es zumindest in dem Fall geschehen, der an Andrea Wiggering-Cirkel zu Ohren gekommen war. Nach ihrer Schilderung war einer Gutschein-Kundin, die den Gutscheinwert nicht komplett ausgeschöpft hatte, die Auszahlung des Restbetrages verweigert worden. „Der Sinn erschließt sich mir nicht. Das kann doch nicht richtig sein“, erklärte Andrea Wiggering-Cirkel. Schließlich erhielten die Einzelhändler den Gutscheinbetrag doch auch vom SMS-Stadtmarketing zurückerstattet.

Ein Einzelfall

„Das war ein Einzelfall, der so nicht passieren sollte. Der Gutschein soll Freude bereiten“, erklärte SMS-Geschäftsführer Martin Auras am Mittwoch.

Er hat auch eine Erklärung dafür, warum es passiert sein könnte. „Auf dem Gutschein ist vermerkt, dass eine Teilauszahlung nicht möglich sei“, sagt Martin Auras. Das habe praktische Gründe: Es wäre verrechnungstechnisch problematisch, wenn Teilbeträge eines Gutscheins in unterschiedlichen Geschäften eingelöst wurden. Keinesfalls sei es aber das Ziel dieser Regelung, die Auszahlung von Restbeträgen zu unterbinden. „Wir werden das auf der nächsten Sitzung des Arbeitskreises Einzelhandel noch einmal thematisieren, damit es nicht noch mehr Einzelfälle gibt“, sagt Martin Auras. Schließlich soll das Projekt weiterhin Sympathien für den Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsstandort Stadtlohn wecken – auch bei den Gutscheininhabern, die zurzeit noch gut 40.000 Euro auf der hohen Kante liegen haben. Das ist der Wert der bereits verkauften, aber noch nicht eingelösten Stadtlohn-Gutscheine.

Unternehmer-Gutschein

An das Erfolgsmodell des Stadtlohn-Gutscheins knüpft nun auch der noch jüngere Unternehmer-Gutschein an. Er gibt Stadtlohner Unternehmen die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern eine steuerfreie Zusatzentlohnung mit lokalem Bezug zu bieten: mit dem Unternehmer-Gutschein über 44 Euro. Über 15.000 Euro haben Stadtlohner Unternehmen seit September 2017 auf diesem Wege bereits an ihre Mitarbeiter verschenkt.

Anzeige
Anzeige