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Lesung aus "Kreuzweg"

Feiertag meditativ ausklingen lassen

STADTLOHN Den Allerheiligentag nach einem Gang über den Friedhof meditativ ausklingen zu lassen, dazu hatten Uwe Esperester, Heinrich Greving und Johannes Willenberg, Autoren der Kunst-Installation „Dimensionen - Wege zum Kreuz“ in die St.-Joseph-Kirche eingeladen.

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Feiertag meditativ ausklingen lassen

Uwe Esperester, Heinrich Greving und Johannes Willenberg (v. l.) , Autoren der Kunst-Installation "Dimensionen Wege zum Kreuz" ilasen in der St.-Joseph-Kirche aus dem Begleitbuch zur Installation.

 Anhand  von vier Original-Bildern konnten sich die Besucher das letzte Abendmahl, die Verurteilung, die Grablegung und die Auferstehung Jesu, wie bereits bei der Ausstellung Anfang des vergangenen Jahres, noch mal in Erinnerung rufen. Zur Einführung las Heinrich Greving die Texte zur Historie der jeweiligen Station. Anschließend trug Johannes Willenberg seine ersonnenen Dialoge aus der Sicht der damaligen und der heutigen Zeit vor.

Der Künstler Uwe Esperester erläuterte den Besuchern dann die Einzelheiten und die Bedeutung seiner großflächigen Bildkompositionen. Bei der Station Alpha hält Jesus mit seinen Jüngern ein festliches Mahl, obwohl er weiß, dass Judas ihn verraten wird. Durch sein freiwilliges Leiden und Sterben wird er die Menschen vom eigenen, endgültigen Tod erlösen. „Warum feiert jemand mit einem, von dem er weiß, dass er ihn verraten wird?“, hieß es im Dialog. Im Bild sieht man, wie Jesus seinen Jüngern Brot und Wein reicht und wie die Helle des Tages in das Dunkel der Nacht wechselt. Bei der zweiten Station, als Jesus die Frage bejaht, dass er Gottes Sohn ist, spricht Pilatus das Todesurteil. „Das Volk ist dumm. Es befreit lieber jemanden, der sie umbringt, als den der sie heilt“, so der Dialog. Das Bild wirkt bedrohlich, es zeigt den Geist Gottes, Thora und Davidsstern und Zeichen römischer Macht.

Bei der Grablegung wird die Endgültigkeit des Vergänglichen offenbar. Es gibt kein Entkommen vor dem Tod. Die Befreiung ist nur durch die Erlösung Gottes möglich. „Willst du an einem König festhalten, der im Grab liegt?“, so der Gedanke im Dialog. Das Bild zeigt Jesus im Felsengrab und wirft die Frage auf, wie endgültig ist der Tod? Die Station Omega besagt, dass durch die Auferstehung Jesu die Wahrheit der Erlösungsbotschaft Wirklichkeit geworden ist. „Sie sagen, der Galiläer ist von den Toten auferstanden!“ heißt es im Dialog. Und dass die Dunkelheit im Licht endet und Jesus mit dem Lamm im Vordergrund seine Arme ausstreckt, zeigt im Bild des Künstlers eine wirkliche Liebesgeschichte zwischen Jesus und den Menschen. Jonathan Esperester an der Gitarre und Lukas Greving am Bass vertieften mit ihren musikalischen Beiträgen die meditative Stimmung.

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