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Public Viewing in Stadtlohn zur Weltmeisterschaft

Gute Stube wird zur WM-Arena

Stadtlohn In dieser Woche wurden zwei wichtige WM-Weichen gestellt: Jogi Löw hat den Kader für Russland nominiert. Und: Auf dem Markt in Stadtlohn gibt es Public Viewing.

Gute Stube wird zur WM-Arena

Nick-Alexander Fendel, Abwehrchef der E2-Jugend, freut sich auf die WM-Übertragung auf dem Markt. Foto: Stefan Grothues

Nick-Alexanders Herz schlägt eigentlich blau-weiß. Für Schalke 04 und natürlich für den SuS-Stadtlohn. Dort ist der Neunjährige Abwehrchef der E2-Jugend. In diesem Sommer aber träumt Nick-Alexander in Schwarz-rot-gold. Dann ist er Fan der deutschen Nationalelf, die bei der WM in Russland ihren Weltmeister-Titel verteidigen will.

So wie Nick-Alexander drücken viele Stadtlohner Neuer, Müller, Hummels und Co. die Daumen. Und das können sie dieses Jahr gemeinsam tun, unter freiem Himmel, mitten in der Stadt.

Alle Spiele der deutschen Mannschaft

Das Cinetech Münsterland aus Ahaus hat jetzt bekanntgegeben, alle Spiele der deutschen Mannschaft auf einer fünf mal drei Meter großen LED-Wand zu übertragen.

„Wir haben vor zwei Monaten mit den Überlegungen begonnen, in dieser Woche ist die Entscheidung gefallen“, sagte Kinobetreiber Dominik Paffrath am Freitag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Entscheidend sei am Ende gewesen, dass sich mit der Sparkasse Westmünsterland und den SVS-Versorgungsbetrieben zwei Partner vor Ort gefunden hätten. Und: „Im Rathaus haben wir offene Türen gefunden. Ich habe das gute Gefühl, das Konzept wird von der Stadt voll und ganz mitgetragen. Sonst würden wir es nicht in Angriff nehmen.“

Was ist konkret geplant? In jedem Fall werden die drei deutschen Vorrundenspiele gegen Mexiko (17. Juni, 17 Uhr), Schweden (23. Juni, 20 Uhr) und Südkorea (27. Juni, 16 Uhr) live auf der 15 Quadratmeter großen und nagelneuen LED-Wand übertragen. Dominik Paffrath hat über 80.000 Euro darin investiert. Sie soll nach der WM für Open-Air-Kinoveranstaltungen eingesetzt werden. Die LED-Wand wird auf dem Markt im Eingangsbereich der Alten Poststraße aufgebaut. Auf ihr werden alle Spiele der deutschen Elf gezeigt, im besten Fall sieben an der Zahl. Sollte die Mannschaft das Finale nicht erreichen – „was wir natürlich nicht hoffen“ werden eventuell auch andere Spiele zu sehen sein. „Das ist noch nicht sicher. Das entscheiden wir je nach Interesse der Stadtlohner Fußballfans“, sagt Dominik Paffrath. Er rechnet mit 1000 bis 1500 Zuschauern, für 2000 ist das Konzept ausgelegt.

Stadt hat genau geprüft

Für die Stadt Stadtlohn erklärte der Erste Beigeordnete Günter Wewers am Freitag auf Anfrage: „Wir begrüßen die Idee sehr und freuen uns auf ein fröhliches Fußballfest.“ Dabei behält die Stadt auch die ernste Seite im Auge: „Wir haben intensive Gespräche über das Sicherheitskonzept geführt und das Vorhaben genau geprüft. Von unserer Seite gibt es keine Bedenken.“

Und nun die Frage aller Fragen: Wer bestreitet das Finale am 15. Juli? Dominik Paffrath ist sich sicher: „Deutschland natürlich“. Aber gegen wen? Da will er sich noch nicht festlegen. Nick-Alexander schon: „Ich könnte mir vorstellen, dass auch Russland ins Endspiel kommt.“ Den deutschen Weg ins Finale wollte er eigentlich zuhause im Wohnzimmer mitfiebern. Aber jetzt steht für ihn fest: „Ich will mit meinem Vater auf jeden Fall auch zum Public Viewing auf den Markt gehen.“

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