Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie

Smartel in Stadtlohn ohne Tobias Groten

Hotelprojekt an der Berkelmühle mit Verzögerung

Stadtlohn/Ahaus Eigentlich sollte das erste Smartel in Stadtlohn an der Berkelmühle entstehen. 2016 hatten Tobit Software und der Stadtlohner Hoteleinrichter Tenbrink Hotelplan gemeinsam die Idee für das Modellprojekt entwickelt. 2017, so die damaligen Pläne, sollte das Hotel gebaut werden. Jetzt wird das Hotelprojekt aber in Ahaus der Hindenburgallee verwirklicht.

Hotelprojekt an der Berkelmühle mit Verzögerung

So könnte die schöne neue Hotelwelt an der Burgstraße in Stadtlohn aussehen. Mitinvestor Tobias Groten hat sich zwar aus dem Projekt zurückgezogen, sein Unternehmen Tobit Software wolle aber das Projekt technisch gerne weiter begleiten und unterstützen, sagte er. Foto: Bock Neuhaus Partner

Schon Anfang 2018 sollte die Eröffnung des Smartels an der Berkelmühle sein. Die Stadt Stadtlohn bremste aber und einigte sich mit den Investoren darauf, dass das moderne Hotel nicht früher fertig sein sollte, als die Renovierung der Berkelmühle und die Neugestaltung des Mühlenumfelds. Förderanträge und Bombensuche verzögerten aber den Abriss des Berkelmarktes an der Burgstraße. Erst am vergangenen Wochenende kamen die Abrissbagger zum Einsatz.

Tobias Groten verabschiedet sich als Investor

Gleichzeitig wurde jetzt bekannt, dass sich Tobias Groten als Investor aus dem Stadtlohner Projekt verabschiedet. Wegen der Verzögerung, so Tobias Groten, „ist das Smartel nicht mehr die ganz große Innovation. Das gibt es jetzt auch schon woanders.“ Darum habe Tobit Software seine 49-Prozent-Beteiligung an der Stadtlohner Smartel-Gesellschaft zurückgezogen. Tobias Groten erklärte am Mittwoch im Gespräch mit der Redaktion: „Wir wollten uns in Stadtlohn nie als Investor vordrängeln. Wir sind gefragt worden. Jetzt gibt es aber in Stadtlohn ein so großes Interesse, dass das ganze Projekt in Stadtlohner Hand realisiert werden kann. Darum ziehen wir uns als Investor zurück.“ Gleichzeitig betonte er aber: „Wir wollen das Projekt technisch gerne weiter begleiten und unterstützen.“

„Es laufen noch Gespräche"

Mit welchem Stadtlohner Partner er das Smartel-Projekt nun realisieren wird, das wollte Winfried Tenbrink am Mittwoch auf Anfrage noch nicht verraten. „Es laufen noch Gespräche. In der nächsten Woche kann ich mehr sagen.“ Bei der Vorstellung der Projektidee 2016 hatte Winfried Tenbrink betont, dass das Smartel in Stadtlohn für ihn ein Herzensanliegen sei. „Für uns ist es wichtig mit dieser zukunftsweisenden Referenz über unsere Heimat hinaus Maßstäbe setzen können.“ Über den Rückzug Tobias Grotens als Investor hat Bürgermeister Helmut Könning den Rat bereits in nichtöffentlicher Sitzung unterrichtet. Der Bürgermeister ist nach wie vor davon überzeugt, dass das Smartel-Projekt in Stadtlohn verwirklicht wird. „Dieses Signal habe ich von allen Beteiligten erhalten“, sagte Helmut Könning am Donnerstag zur Redakion. Das Grundstück an der Berkel ist nach wie vor im Eigentum der Stadt. „Wir legen in den nächsten Tagen die Eckpunkte für die Erbpacht fest.“

Wie sieht der Zeitplan nun aus? „Mein ursprünglicher Wunsch war es, dass die Mühle und das Hotel bis Ende 2018 fertig sind. Das wird leider nicht mehr gelingen. Jetzt ist 2019 das Ziel“, so der Bürgermeister.

In Ahaus wird am 14. April eröffnet

Der Name des Hotels steht noch nicht fest, die Bettenzahl schon: Am 14. April eröffnet ein neues Smartel (Kurzform für smartes Hotel) im ehemaligen Ratshotel an der Hindenburgallee. Eine Rezeption oder einen Frühstücksraum wird man dort vergebens suchen. Gebucht wird per Smartphone, das gleichzeitig Schlüssel und Wegweiser zum Bäcker in der Stadt ist. Brötchen werden auf Wunsch auch geliefert.

Der Mühlenumbau ist am Dienstag, 27. Februar, Thema in der Bauausschusssitzung ab 17 Uhr im Rathaus.

Anzeige
Anzeige