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Investor hat konkrete Pläne für das ehemalige Berkelstadion

mlzAltes SuS-Fußballstadion liegt seit 18 Jahren brach

18 Jahre hat das Berkelstadion brach gelegen. Ideen gab es in Hülle und Fülle, doch sie verliefen im Sande. Jetzt aber gibt es konkrete Planungen.

Stadtlohn

, 15.06.2018

Auf dem Areal des ehemaligen Berkelstadions soll ein Seniorenwohn- und pflegeheim gebaut werden. In der kommenden Woche befasst sich der Planungs- und Bauausschuss mit dem Projekt. Hier sind Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist geplant? In der westlichen Hälfte des Berkelstadions soll das „Seniorenzentrum an der Berkel“ entstehen. Die stationäre Pflegeeinrichtung soll 65 Bewohnern in drei Wohnbereichen und fünf Wohngruppen Platz bieten. Eine Wohngruppe könnte für Menschen mit Demenz eingerichtet werden. Außerdem ist eine Tagespflege für zwölf Gäste geplant.

Wie soll das Gebäude aussehen? Die Pläne der Investoren zeigen eine zweigeschossige Bebauung plus Staffelgeschoss und Dachterrasssen. Der Eingang des u-förmigen Gebäudes liegt an der Burgstraße. Hellgrauer Klinker, Putz- und Holzfassaden wechseln sich ab. Im Innenhof ist ein Sinnes- und Therapiegarten geplant. Die insgesamt 29 Stellplätze sind westlich und östlich des Gebäudes geplant. Das Gebäude hatte einer Brutto-Grundfläche von rund 4500 Quadratmeter, das Grundstück misst etwa 5100 Quadratmeter.

Investor hat konkrete Pläne für das ehemalige Berkelstadion

© Zeichnung: IPS Projekte

Wer sind die Investoren? Projektentwickler ist die IPS Projekte GmbH aus Lingen. Dahinter stehen die Architekten Tanja Roosmann und ihr Vater Paul Roosmann. Die Fachplaner für barrierefreies Bauen haben bereits zahlreiche Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern geplant und errichtet, unter anderem in Lingen, Papenburg, Cloppenburg, Emden und Nordhorn.

Wer wird die Pflegeeinrichtung betreiben? „Das ist noch nicht entschieden“, erklärte am Freitag der Erste Beigeordnete der Stadt Stadtlohn auf Anfrage. Die Investoren, so Günter Wewers, kooperierten mit „namhaften Pflegeheimbetreibern“. Auch Betreiber aus der Region kommen in Frage. In der Lenkungsgruppe Regionale 2016 erklärte Paul Roosmann, dass mit potenziellen Betreibern aus Stadtlohn und der Region verhandelt werden solle.

Investor hat konkrete Pläne für das ehemalige Berkelstadion

© Zeichnung: IPS Projekte

Besteht denn in Stadtlohn Bedarf für neue Pflegeplätze? Ja, sagen die Experten. Es gibt mit dem Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Josef (80 Plätze) nur eine vollstationäre Einrichtung in der Stadt. „Das ist ungewöhnlich. Das gibt es sonst bei uns im Kreis in keiner anderen Stadt dieser Größenordnung“, erklärte Ruth Weddeling, Leiterin der Heimaufsicht des Kreises Borken, im Januar im Stadtlohner Sozialausschuss. Sie signalisierte, dass die zusätzlichen 60 vollstationären Plätze mit in die Bedarfsplanung des Kreises aufgenommen werden können. Im Ausschuss bestand Einigkeit, dass in Stadtlohn eine zweite, vollstationäre Einrichtung notwendig sei.

Wie sind die ersten Reaktionen auf die konkreten Planungen fürs Berkelstadion? Weil das Berkelstadion im Projektbereich der Regionale liegt, hat sich in der vergangenen Woche die Lenkungsgruppe Regionale 2016 mit dem Thema in nichtöffentlicher Sitzung befasst. „Die Vertreter aller Fraktionen in der Lenkungsgruppe stehen der Entwicklung der Teilfläche zu einer Pflegeeinrichtung positiv gegenüber“, teilt die Stadtverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage für die Planungs- und Bauausschusssitzung mit.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das Berkelstadion aus der Luft

15.06.2018
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Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Berkalstadion mit St. Otger - Stadtlohn - Juni 2018© Bernd Schlusemann
Das Obdachlosenheim am Berkelstadion.
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Die Herta-Lebenstein-Realschule aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann
Das Berkelstadion im Juni 2018 aus der Luft.© Bernd Schlusemann

Wie geht es jetzt weiter? Die Architekten Tanja und Paul Rossmann werden das Projekt am Dienstag, 19. Juni, im Planungs- und Bauausschuss vorstellen. Die öffentliche Sitzung, zu der auch Zuschauer willkommen sind, beginnt um 17 Uhr im Rathaus, Markt 3. Die Verwaltung empfiehlt dem Ausschuss, einen Teilbereich des Berkelstadions für die Pflegeeinrichtung zur Verfügung zu stellen und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Dabei werden auch der Hochwasserschutz eine besondere Rolle Spielen.

Investor hat konkrete Pläne für das ehemalige Berkelstadion

© Zeichnung: IPS Projekte

Der Ball rollt schon seit 2000 nicht mehr - Schon seit dem Jahr 2000 werden im Berkelstadion keine Fußballspiele mehr angepfiffen. - An Ideen für das innenstadtnahe Gelände mangelte es nicht: Festplatz, Einkaufszentrum, Kino, Jugendhaus, Hotel, Schnellrestaurant, Busbahnhof, Stadthalle – all das konnten sich Planer, Politiker oder Bürger dort vorstellen. - Im Jahr 2014 fiel dann im Rat die Grundsatzentscheidung, auf dem Gelände Wohnbebauung zur ermöglichen. - Anfang 2017 beschloss der Stadtlohner Stadt Rat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das alte Berkelstadion.
Investor hat konkrete Pläne für das ehemalige Berkelstadion

© Zeichnung: IPS Projekte

- Zeichnungen: IPS Projekte GmbH, Lingen