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Interview mit der Landesvorsitzenden der SU

Johanna Stowermann will mitreden statt meckern

STADTLOHN Johanna Stowermann aus Stadtlohn ist seit Mitte Oktober Landesvorsitzende der Schüler-Union Nordrhein-Westfalen. Redakteurin Anne Winter-Weckenbrock sprach mit der 19-jährigen Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums über ihre Motivation und ihre Ziele

Johanna Stowermann will mitreden statt meckern

Gestern traf sich Johanna Stowermann zum Gespräch mit Oliver Wittke, dem Generalsekretär der NRW-CDU. Die 19-Jährige absolvierte als Zukunftswerkstatt-Stipendiatin der CDU ein Praktikum in der Geschäftsstelle der Jungen Union in Düsseldorf.

(lacht): Ja, das ging schon in der Grundschule los, in der Fliednerschule.

Auch da. Nach dem Kennenlernwochenende in der fünften Klasse habe ich gemerkt, dass ich gern mitreden wollte und mich aktiv mit den Lehrern auseinandersetzen möchte statt „nur zu meckern“. Auch wollte ich mich gern für die einsetzen, die es selbst nicht konnten oder wollten.

Ja, in den Fachschaften meiner Lieblingsfächer Sozialwissenschaften und Französisch. Dort sind neben den Fachlehrern und Eltern auch Schüler vertreten, die zwar kein Stimmrecht haben, aber eben aus Schülersicht Stellung nehmen. Da wird zum Beispiel diskutiert, was auf den Stundenplan muss. Das Organ finde ich super.

Mein Vater Helmut Stowermann ist seit 1999 Ratsmitglied für die CDU im Stadtrat. Ich habe eigentlich schon im Kindergartenalter gern die Nachrichten gesehen, wusste die Landeshauptstädte und Ministerpräsidenten. Das hat mich einfach interessiert. Und ab der fünften, sechsten Klasse habe ich meinen Vater nach Wahlen ins Rathaus ins Wahlbüro begleitet. Ich fand das immer spannend.

Ja, auf jeden Fall. Aktuell haben wir gerade über das Thema Mindestlohn diskutiert. Meine Geschwister Antonia und Lukas sind jetzt auch Mitglied in der Schüler-Union geworden.

Seit 2009. Da war ich am Abend der Bundestagswahl im Rathaus, und Mitglieder der Jungen Union haben mich angesprochen. Vier Wochen später war ich schon Helferin beim Deutschlandtag der Jungen Union in Münster mit Edmund Stoiber und David Mac Allister. Das hat mich gefangen, seitdem hat man mich nicht mehr davon los bekommen. Ich wurde dann bald zur Beisitzerin in den Landesvorstand der Jungen Union gewählt.

Ich bin Anfang 2010 Mitglied geworden und wurde dann relativ schnell in den Vorstand gewählt – als BKA-Delegierte. Das heißt, ich vertrete den Landesvorstand im Bundeskoordinationsausschuss, der sich vier- bis fünfmal im Jahr trifft. Ich habe an der Vorbereitung des Landesschülerforums zum Thema „Globalisierung – eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten?“ mitgewirkt. Dort bin ich dann zur neuen Vorsitzenden gewählt worden.

Eine neue Internetseite. Und auch die Facebook-Präsenz soll neu gemacht werden. Ich plane auch eine Imagekampagne – durch G8 und G9 fallen in einem Jahr viele Schüler weg. Zum Thema G8 würde ich auch gern zu Diskussionsrunden einladen.

Wir bringen uns über die Junge Union ein. Dort hat man ein offenes Ohr für uns. Darüber hinaus bin ich als Landesvorsitzende auch im erweiterten Vorstand der CDU und JU NRW vertreten und treffe viele Verantwortliche, zum Beispiel beim CDU-Parteitag vom 13. bis 15. November.

Mir ist die Generationengerechtigkeit ein großes Anliegen, ich finde es wichtig, dass nicht mehr so viele Schulden gemacht werden.

Die kommen nicht zu kurz. Ich spiele Blockflöte und Klavier, und treffe mich mit Freunden. Für die Politik bin ich aber schon fast jedes Wochenende unterwegs – meistens mit der Bahn, weil das Meiste sich doch in Bonn, Köln oder Düsseldorf abspielt.

Meine Freunde unterstützen mich sehr. An der Schule gibt es natürlich unterschiedliche politische Ansichten. Ich werde in der Schule nicht für meine Haltung kritisiert, aber wir diskutieren sehr gerne.

Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen ist ein Zusammenschluss politisch interessierter und engagierter Schüler aller Schulformen. Mit über 1500 Mitgliedern ist sie die größte politische Schülerorganisation in NRW. Die Schüler Union (SU) hat sich zur Aufgabe gemacht, sich für die Interessen der Schüler im Sinne des christlich-demokratischen Menschenbildes einzusetzen. Sie hat einerseits das Ziel, politisch interessierte Jugendliche zusammenzuführen und diesen andererseits die Möglichkeit zu geben, die politischen Mechanismen kennen zu lernen.  http://sunrw.gold-systems.de/

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