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Lage entspannt sich

Keine neuen Fälle der Rinderseuche entdeckt

Stadtlohn 680 Rinder aus Stadtlohner Beständen mussten wegen der Tierseuche BHV1 geschlachtet werden. Nachforschungen erbrachten bislang keine weiteren Nachweise. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh.

Keine neuen Fälle der Rinderseuche entdeckt

Keine neuen Fälle der Rinderseuche sind entdeckt worden.

Die Rindviehbestände im näheren Umkreis von zwei Gehöften in Stadtlohn, in denen Mitte Dezember 2017 das Bovine Herpesvirus 1 (BHV1) nachgewiesen wurde, sind inzwischen auf die hochansteckende Seuche überprüft worden. Dabei haben sich keine Nachweise ergeben. Das teilte der Kreis Borken am Dienstag mit.

Auch die Überprüfung der Tierlieferungen aus den beiden Haltungen an andere landwirtschaftliche Betriebe ergab keine Hinweise auf eine weitere Übertragung von BHV1. Noch nicht endgültig abgeschlossen werden konnten aufgrund ihres Umfangs hingegen die Ermittlungen, die die Personenkontakte der BHV1-belasteten Betriebe betreffen.

Dabei werden die Wege beispielsweise von Tierärzten, Besamungstechnikern, Klauenpflegern und Viehhändlern, die in den Ställen tätig waren, anhand ihrer Unterlagen nachvollzogen und erforderlichenfalls die von ihnen zudem aufgesuchten Rinderbestände beprobt. Insgesamt rund 680 Kühe, Mastrinder und -bullen mussten bislang wegen der Tierseuche geschlachtet werden. Das heißt, das Fleisch dieser Tiere kann anschließend weiterverarbeitet werden.

Anzeigepflichtige Seuche
Bei der vom BHV1 verursachten Erkrankung handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Treten klinische Erscheinungen auf, zeigt sich dies in Form von Rhinitis (Nasenkatarrh) und Tracheitis (Entzündung der Luftröhre). Zudem können die Genitalien der Tiere von Entzündungen betroffen sein.

Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion mit infektiösem Nasen-, Tränensekret oder Speichel. Eine Übertragung ist aber auch durch Personen oder Schadnager möglich.

Der Erreger BHV1 ist ein Herpesvirus, das bei Rindern eine hoch ansteckende und anzeigepflichtige Erkrankung verursacht.

Betroffene Tiere müssen geschlachtet werden, damit sich die Seuche nicht verbreiten kann. Symptome haben sie oft nicht. Manchmal machen sich Atemwegserkrankungen bemerkbar.

Weil die Erkrankung für Menschen unschädlich sei, könne das Fleisch der geschlachteten Tiere anschließend weiterverarbeitet und verzehrt werden, so die Veterinäre des Kreises Borken.

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