Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Projekte gezielt fördern

Stadtlohn Gemessen am Volumen des Stadtlohner Haushaltes von rund 43 Millionen Euro stellen 4000 Euro nur einen verschwinden kleinen Bruchteil dar.

Doch dass diese Summe selbst auf mehrere Empfänger aufgeteilt andernorts noch einiges an Wirkung erzielen kann, verdeutlichte sich in der vergangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Dabei ging es um die Bewilligung von Zuschüssen für Maßnahmen zur Entwicklungshilfe. Es lagen wieder einige Anträge von Stadtlohner Gruppen vor, die sich um Projekte in armen Ländern bemühen. Neben den bekannten Antragstellern - dazu zählen der Freundeskreis Urwaldhospital Litembo, die Ghanahilfe der Kirchengemeinde St. Otger, die KFD St. Joseph für Schwester Bernita Lammers, der Aktionskreis Pater Beda, der Leprakreis der Pfarrgemeinde St. Otger und die Strickgruppe Leprahilfe des Seniorenheims St. Josef - fand sich mit dem Verein "Jacintas Kinder" ein Neuling: Der Verein ist im Zuge der Fusion der Pfarrgemeinden St. Joseph und St. Otger entstanden.

"Sonnenstrahl"

Ihm gehört auch der Eine-Welt-Laden an. Er unterstützt das "Projekt Sonnenstrahl" in der Dominikanischen Republik; Vorsitzende des Vereins ist die in Köln lebende Stadtlohnerin Christel Lammers. Sie ist dort hauptberuflich beim Personal- und Entwicklungsdienst der deutschen Katholiken tätig.

Weitgehend unstrittig war in der Ausschusssitzung der Wunsch, allen Antragstellern in ihren Anliegen entgegen zu kommen. Allerdings gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie hoch die einzelnen Maßnahmen bezuschusst werden sollten. Als mehrheitsfähig erwies sich schließlich ein Vorschlag der UWG: Sie regte an, im Gegensatz zur Empfehlung der Verwaltung dem Verein Jacintas Kinder 800 statt 400 Euro zukommen zu lassen. Im Gegenzug sollten beim Freundeskreis Urwaldhospital Litembo und bei der Ghanahilfe 800 statt 1000 Euro fließen. Dem konnte sich die Mehrheitsfraktion CDU anschließen.

Abstimmung

Keine Mehrheit gab es hingegen für den Vorstoß der SPD: Sie hatte sich für zum teil deutlich höhere Ansätze ausgesprochen. Nach dem Scheitern ihres eigenen Antrags versagten die SPD-Vertreter ihrerseits dem UWG-Vorschlag die Zustimmung. Auf Enthaltung setzte in diesem Punkt einmal mehr die FDP: Ihre Vertreter hatten in der Vergangenheit stets betont, dass Maßnahmen zur Entwicklungshilfe nicht zu den Aufgaben einer Kommune gehören würden. to

Anzeige
Anzeige