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Schulweg kann viele Stunden dauern

Stadtlohn Wir setzen heute den Bericht von Friedhelm Schweins, Leiter der St. Anna-Realschule, über seine Reise mit Pfarrer Clemens Röer nach Peru fort.

Mit zweistündiger Verspätung endlich in Ocana angekommen, erleben wir eine Überraschung. Wie sonst nur Staatsoberhäupter werden wir von den Honoratioren und der gesamten Dorfgemeinschaft mit Musik und Nationalflagge empfangen. Durch ein Spalier von Menschen werden wir in den Empfangssaal des Bürgermeisters geleitet. Auf speziell angefertigten Plakaten werden Padre Franz und die Schulgemeinde der St.-Anna-Realschule begrüßt. Diese hat 8000 Euro als einen Teil des Erlöses des Sponsorenlaufes für den Ausbau der Schulküche zur Verfügung gestellt.

In einer kurzen Ansprache hebt der Bürgermeister die Bedeutung der Einrichtung der Schulküche für die Region hervor. Diese Schulküche ist notwendig, weil circa 45 Schüler mehrstündige Schulwege auf sich nehmen müssen und lediglich am Wochenende zu ihren Familien in ihre entlegenen Dörfer zurückkehren können. Schulleiter Friedhelm Schweins bedankt sich für den außergewöhnlichen Empfang und wünscht dem Projekt ein gutes Gelingen. Anschließend werden die vorgesehenen Räumlichkeiten für die Schulküche und alle weiteren pädagogischen Einrichtungen vom Kindergarten bis zur Sekundarschule (Klassen 7 bis 11) besichtigt. Generalvikar Franz Anstett nutzt die Gelegenheit, um ein mehrstündiges Gespräch mit den vor Ort lebenden mexikanischen Schwestern über ihre seelsorgerischen und sozialen Aufgaben zu führen.

Nöte der Bevölkerung

Schon dieser Besuch vermittelt uns einen Eindruck von den Nöten der Bevölkerung in den Bergen, aber auch von der strapaziösen Arbeit, die ein Priester in unwegsamen Regionen zu leisten hat. Nach dem Besuch in Ocana geht die Fahrt für 300 Kilometer weiter über die Panamericana in Richtung Süden. In Atico verlassen wir die komfortable, weil geteerte, Panamericana und biegen auf die 80 Kilometer lange Schotterstraße nach Caraveli ab. Die etwa 4000 Einwohner zählende Gemeinde liegt im Vorgebirge der Anden als Oase in einer wüstenähnlichen Gebirgslandschaft. wird fortgesetzt

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