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Unbezahlte Bestellungen sorgen für Ärger

Stadtlohn Buchstäblich am "seidenen Faden" hing die Entscheidung des Ahauser Amtsgerichtes für einen 31-Jährigen aus Stadtlohn, ihm noch einmal die Chance der Bewährung zukommen zu lassen und die verhängte Freiheitsstrafe von zehn Monaten zum allerletzten Mal auszusetzen.

Das Gericht machte es sich mit der Entscheidung nicht leicht, kam aber dann zu dem Ergebnis, dem einschlägig vorbelasteten 31-Jährigen den Vollzug der Strafe im Gefängnis zu ersparen, wenn er sich in den nächsten vier Jahren einwandfrei führt und die aufgegebenen Auflagen, 800 Euro Geldbuße und die Wiedergutmachung des Schadens, peinlich genau einhält.

Dem Stadtlohner wurde nach der Anklage zunächst Betrug in 14 Fällen vorgeworfen, davon stellte das Gericht fünf Fälle ein und sah ihn nach der Beweisaufnahme lediglich der Beihilfe zum Betrug als überführt an. Zur Last gelegt wurde ihm, von November 2006 bis August 2007 Waren unter falschem Namen bei verschiedenen Firmen im Internet bestellt und nicht bezahlt zu haben. Dieser Vorwurf konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Der Angeklagte erklärte durch seinen Verteidiger, die Waren nicht bestellt, sondern lediglich die Pakete in Empfang genommen und weiter geleitet zu haben. Den Namen des tatsächlichen Empfängers der Pakete gab der 31-Jährige in der Hauptverhandlung, trotz intensiven Nachfragens von Seiten des Gerichts und der Staatsanwaltschaft, nicht preis. Der angegebene Namen auf den Sendungen, die an seine Adresse ausgeliefert wurden, war frei erfunden und existierte nicht. Insgesamt war ein Schaden von 1900 Euro entstanden. ek

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