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Wo die Bahn begeistert

Stadtlohn Die Deutsche Bundesbahn macht in diesen Tagen Negativschlagzeilen - die Stadtlohner Bevölkerung hingegen fand am vergangenen Sonntag Gefallen an dem Bahnhofstag, zu dem der hiesige Eisenbahnclub eingeladen hatte.

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Und so dicht wie lange nicht mehr war das ehemalige Bahnhofsgelände an diesem Aktionstag bevölkert. Jung und Alt nahmen die Gelegenheit gerne wahr, dort einmal "hinter die Kulissen" zu schauen - Erinnerungen an Stadtlohns Eisenbahnherrlichkeit wurden wieder wach. Auch ehemalige "WLE-ler" waren an diesem Nachmittag an alter Wirkungsstätte anzutreffen und konnten interessante Begebenheiten aus der WLE-Geschichte berichten.

1996 eröffnet

Das mit viel Liebe und Aufwand hergerichtete Museum erinnert mit seinen umfangreichen Fotosammlungen, alten Möbelstücken, alten Dokumenten und Ausstattungsteilen an die Westfälische Nordbahn, die im Jahre 1902 eröffnet wurde und die die Städte Borken, Ahaus, Stadtlohn, Vreden und Burgsteinfurt miteinander verband. Nachdem im Jahre 1988 der letzte Güterzug in Stadtlohn abgefahren und der Personenverkehr bereits 1974 eingestellt worden war, sind alle Gleisanlagen abgebaut worden. Das Museum wurde im Rahmen eines Bahnhofsfestes 1996 eröffnet, und zwar in der ehemaligen Güterabfertigung.

Für die kleinen Besucher rückten natürlich die beiden im Museum aufgebauten Modellbahnvorführungen in den Mittelpunkt ihres Interesses.

Im Außenbereich des Museum war die Denkmallok mit angehängten Wagen nicht zu übersehen. Diese Lok wurde 1935 bei Krupp in Essen gebaut und im Rangierbetrieb bis 1974 eingesetzt, hauptsächlich diente sie dem Kohletransport auf der Zeche "Heinrich Robert" in Hamm. Der Stadtlohner Eisenbahnclub erhielt diese Lok 1989 als Denkmal geschenkt.

Nach mühevoller Restaurierungsarbeit hat sie auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände jetzt einen würdigen Platz gefunden. Zu diesem Ensemble gehören weiterhin Signale, Schrankenanlage, Schilder sowie weitere Kleinteile.

Im angehängten Waggon gab es Eisenbahn-Aquarelle, aber auch Portraitzeichnungen, des Ahauser Künstlers Markus Heiligmann käuflich zu erwerben.

Dampfmaschine

Mit viel Aufmerksamkeit bedacht wurde auch die von Wilhelm Beinl selbst gebaute Dampfmaschine, die ein Kofferradio mit Strom versorgte. Der Heimatverein bot den Besuchern Einblicke in alte Dokumente und Bücher über Stadtlohn und Umgebung. Und nach all den Informationen und Attraktionen Lust auf Kaffee und Kuchen verspürte, der fand in der Open-Cafeteria auf der Rampe ein gutes Plätzchen in herbstlich wärmender Sonne. he

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