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"Bleiben Sie am Ball"

Südlohn Angetan zeigten sich die Mitglieder des Schul- und Jugendausschusses kürzlich von der Arbeit, die Schulsozialarbeiterin Marie-Luise Musiol (Foto) bislang an der Roncalli-Schule geleistet hat.

243 Mal haben sich Schüler an sie gewandt - zwei Drittel von ihnen Mädchen und junge Frauen. "Die Wurzel ihrer Probleme liegt selten im schulischen Kontext. Aber die Symptome sind dort zu sehen", zieht Musiol Bilanz.

Das Ziel, frühzeitig Hilfe anzubieten, werde vor allem durch die Kooperation mit anderen Institutionen wie dem Allgemeinen Sozialen Dienst erreicht. Erst kürzlich sei bei einem Gespräch mit einer Schülerin klar geworden, dass akute offene Gewalt in der Familie vorherrschte. Noch am selben Tag sei die junge Frau in einer Mädchenschutzgruppe untergebracht worden, schildert die Schulsozialarbeiterin ein Beispiel für eine schnelle Unterstützung.

Doch nicht nur die Schüler, auch viele Lehrer (96 Kontakte) und Eltern (114 Kontakte) suchten ihren Rat. "Eltern sind über die Schule eher bereit, Hilfe anzunehmen als über andere Stellen", hat sie festgestellt. Viele bräuchten allerdings nur Ermutigung bei der Erziehung der Jugendlichen: "Bleiben Sie am Ball. Die Früchte der Arbeit erntet man leider erst später", muntert sie dann auf.

Neben der Einzelfallberatung, bei der für sie selbstverständlich Schweigepflicht gelte, gehörten auch Sozialraumvernetzung und Projektarbeit zu ihren Aufgabenbereichen. Auch auf diesen Feldern hat sich jede Menge getan. Ob mit Jugendhäusern, Erziehungsberatungsstellen oder dem Sozialamt - Kontakt aufgenommen hat die Schulsozialarbeiterin mit allen wichtigen Akteuren sozialer Arbeit, die Zusammenarbeit laufe gut.

Ein besonderer Stellenwert komme der Projektarbeit zu, da sie Gelegenheit böte, noch mehr Schüler zu erreichen. Ausgerichtet sei diese immer an den Wünschen und Bedürfnissen der Schüler. Durch Theater, Tanz, Musik, die Organisation des Schülercafés, Selbstbehauptungstraining oder den Kurs "Job in Future" würden viele Fähigkeiten entdeckt, aber auch - ergänzend zu den Lernerfahrungen - die Persönlichkeit der Schüler gestärkt. Eltern würden durch ihre Arbeit aber nicht aus der Verantwortung entlassen. Im Gegenteil: Mit der Schulsozialarbeiterin werden viele Themen besprochen und diese "durch die Schüler wieder in die Familien transportiert". kh

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