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Dabeisein ist (fast) alles

Südlohner Spielleute enttäuscht von Ergebnis, aber begeistert vom Musikfest

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Und dabei hatte alles so gut angefangen, schreibt der Spielmannszug: Am Freitagnachmittag hatten die Südlohner ihren ersten Auftritt beim Wertungsspiel für Konzertmusik in der Mehrzweckhalle von Veitshöchheim. Dort errangen sie in der Kategorie 5 Höchststufe mit dem Pflichtstück «Es gab eine Zeit» und dem Selbstwahlstück «Triptych» das beste Prädikat: «mit hervorragendem Erfolg» teilgenommen. Die Juroren bescheinigten eine «super Leistung», man bekam noch ein paar Tipps, was man noch besser machen könnte, um am Samstag bei der «DM» auch ganz vorne zu liegen. Am Samstagmorgen ging es dann zur Sache: 7.40 Uhr Einspielen, 9.20 Uhr Wertungsspiel - anschließend Warten und Bangen bis 20 Uhr zur Ergebnisbekanntgabe. Für viele Spielleute aus Südlohn, aber auch aus den anderen Vereinen schien klar: Südlohn muss vorne dabei sein. Ungläubigkeit und Entsetzen dann in den Südlohner Gesichtern, als die Wertung bekannt wurde. Über die Gründe konnte man nur spekulieren, die musikalische Leistung stimmte. Diese Entscheidung musste akzeptiert werden, da man weder ein Gespräch mit der Jury hatte, noch irgendwelche Wertungsbögen oder Daten herausgegeben wurden. Jetzt galt es für die Verantwortlichen des Vereins, die «am Boden zerstörten» Musiker aufzubauen und aufzumuntern. Dies tat man in gemeinsamer Runde in der Jugendherberge «Heiligenhof» in Bad Kissingen. Am Freitagmorgen waren 76 Spielleute nach Würzburg aufgebrochen. Insgesamt rund 16 000 Musiker in knapp 400 Orchestern hatten sich zu dem wohl größten Musikfest der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) in Würzburg eingefunden. Bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag mit 7 500 Musikern aus 160 Orchestern herrschte Gänsehautatmosphäre. Genau da, wo die Südlohner Spielleute sich für den Festumzug formieren mussten, stiegen der Schirmherr des Bundesmusikfestes, Bundespräsident Horst Köhler, und der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber aus ihren Limousinen. So nah werden wohl viele so hohen Gästen nie wieder kommen... Zum offiziellen Ende des Festes intonierten die 160 Orchester die Nationalhymne. Danach formierten sich die Musiker zum großen Festumzug und zogen durch die von Menschenmassen gesäumten Straßen der Stadt. Damit ging auch für die Südlohner erlebnis- und erfahrungsreiche Tage in Würzburg zu Ende und es ging nach Südlohn zurück, wo man gegen 22 Uhr, nach «alter» Tradition, einmarschierte. Die Südlohner Spielleute, die mit dem positiven Erlebnis rund um den Festumzug den «Schock» vom Samstag ein wenig hatten aufarbeiten können, sahen es genauso, wie es der Bundespräsident in seiner Rede betonte: Wenn er nicht dabei gewesen wäre, müsste er sich ärgern, was er verpasst hätte. Der Sieg beim Wertungsspiel und die Abschlussveranstaltung ließen den Spielmannszug Südlohn daher ein positives Fazit vom großen Event 4. Deutsches Musikfest ziehen. www.spielmannszug-suedlohn.de

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